allzutaegliches – jetzt neu…

… ohne giftige Farben, dafür mit Textkontrast und Titeltype für Erwachsene, optimiert für mobile Endgeräte, und auf voller Bildschrimbreite!

Von Baurecht und Demokratie

Es gab also in der Schweiz eine Volksabstimmung, eine baurechtliche Bestimmung betreffend. Volksabstimmung sind in der Schweiz keine seltene Sache, tatsächlich finden über 50% aller Volksabstimmungen weltweit allein in der Schweiz statt. [1] Es gibt pro Quartal einen, für Volksabstimmungen und Wahlen reservierten Tag, an dem meist über mehrere Themen abgestimmt wird. Die Wahlbeteiligung liegt üblicherweise (ohne gleichzeitig stattfindende Wahl) bei 40%-50%. [2] (Aktuell: 54% [3] – sicher keine undemokratische Zahl)

Volksabstimmungen sind Elemente direkter Demokratie, umso verwunderlicher ist es doch, dass diese eine leider nicht nur hierzulande die seltsamsten, oberflächlichsten, überzogenen und unüberlegtesten Reaktionen verursacht: Weiterlesen »

In Case of Emergency

von Mottenfarbtopp

Hallöle allesamt,

Folgendes möchte ich gerne an euch weitergesandt wissen – ich halte es für eine sinnvolle Sache; jedoch nur wenn es breitere Anwendung erfährt.

 

„Die Retter und Ambulanzfahrer haben bemerkt, dass bei Straßenunfällen die
meisten Verwundeten ein Mobil-Telefon bei sich haben.
Bei den Einsätzen weiß man aber nicht, wer aus diesen langen Kontaktlisten
zu kontaktieren ist. Ambulanzfahrer haben also vorgeschlagen, dass jeder in
seine Kontaktlisten die im Notfall zu kontaktierende Person unter dem selben
Pseudo einträgt.
Das international anerkannte Pseudo ist :
ICE ( = In Case of Emergency).

Unter diesem Namen sollte man die Person eintragen, welche in Notfall
durch Polizei, Feuerwehr oder erste Hilfe anzurufen ist.
Sind mehrere Personen zu kontaktieren, braucht man ICE1, ICE2, ICE3, usw.

Leicht, kostet nichts, kann aber viel bringen.

Bitte diese Meldung weiterleiten, damit dieses Verfahren üblich wird!

Dietmar Haack
Polizeidirektion Emmendingen
Kriminalpolizei“

Werther

Mit aktuellem Anlass: Stefan Niggemeier vs. Frédéric Valin (Spreeblick)

Ich habe wenig Lust meine Auffassung zu Formulieren und mit Studien zu belegen, wie es hier beide Seiten tun.¹

Ein Aspekt sei dem kritischen Leser hervorgehoben:

Niggemeier empfiehlt:

Beschreibe den Suizidenten, die Methode, den Ort, die Lebensverhältnisse und die Gründe so abstrakt, dass sie kein Anschauungsmaterial mehr enthalten, das einer möglichen Identifikation und Enthemmung Vorschub leisten könnte (nach W. Ziegler und U. Hegerl, 2002).

Ich möchte den Versuch nicht wagen, eine Adäquate Schlagzeile, geschweige denn einen Artikel zum aktuellen Fall zu entwerfen. Alternativ auf eine Berichterstattung zu verzichten bietet sich nicht an. Der Verzicht auf detaillierte Darstellungen und Analysen hat zwangsläufig den Verzicht auf Informationsfreiheit zur Folge.
Gedanke: Was passiert in Zeiten des Internets und der Blogsphäre, wenn Medien über ein Ereignis nicht oder in ungenügender Form berichten? (Die Bild-Zeitung hat die Zeichen der Zeit in diesem Zsh. m.W. als erstes Printmedium erkannt.)
Weiter zu überlegende Aspekte sind klar: Kriminalisierung unangemessener² Berichterstattung, Aufgabe der Informationsfreiheit,

Anderer Aspekt: Was zählen „ungezählte wissenschaftliche Studien“ [Zitat S. Niggemeier] in einer Diskussion, wenn ebensolche auch von der Gegenseite ins Feld geführt werden können und geführt werden? Ist eine weitere Iteration durch (qualifizierte) Analyse und Überprüfung der Quellen nötig und/oder realisierbar?

Kommentare erbeten.

______________

¹ Ein Vergleich des Qualitätsstandards von Blogs und Printmedien bietet sich an.
² Quis custodiet ipsos custodes?

minima de malis

Altes Thema, verweise an dieser Stelle auf http://blog.fefe.de/?ts=b5fc16c1.

Beide Möglichkeiten sind schlecht.

Was also ist das geringere der Übel? Kommentare erbeten.

Beobachtungen

von Philalex89

Ein Hund liegt mit Sonnenbrille und Käppi im Ubahnschacht, vor ihm ein alter Starbucks-Pappbecher, und bettelt mit Hundeaugen für sein Herrchen, der ein paar Meter weiter versucht alte Bahntickets wieder zu verkaufen;

eine Gruppe Punks kettet mit Handschellen willkürlich (?) einen Passanten an einen Fahrradständer;

im dämmrigen Park vor dem Fernsehturm zünden sich im nass-kalten Nieselregen zwei junge Männer eine Haschpfeife an;

ein Obdachloser mit rot aufgedunsenem Gesicht will sich im Eingangsbereich eines Supermarktes aufwärmen, wird von einem ihn duzenden Sicherheitsmann „überredet“ hinauszugehen, um seine Nacht bei sechs Grad Außentemperatur im Freien zu verbringen;

eine Sinti-und-Roma-Mutter geht mit ihren Kindern auf der Straße auf Menschen zu, ob sie Englisch sprechen würden, versucht per Pappschildchen auf ihre Armut aufmerksam zu machen und kauft schließlich bei McDonalds mehrere Maxi Menues;

ein stiernackiger, narbiger Mann mit hochgeklapptem Kragen und Baseballmütze sitzt in der Ubahn, wippt hin und her, schaut nervös und verängstigt seine Sitznachbarn an und stiert schließlich nur noch wippend auf den Boden;

500-600 Stundenten besetzen friedlich das Audimax, während eine Hundertschaft der Polizei das Gebäude umstellt und die Unileitung nicht für Gespräche offen ist;

ein 19-jähriger steht zehn Stunden am Tag auf dem Alexanderplatz und versucht Passanten anzuhalten und davon zu überzeugen, den „WWF“ zu unterstützen, oft vergeblich, da sie (die Passanten) schon von der „Berliner Morgenpost“, „Amnesty International“ und „Aktion Tier“ angesprochen wurden;

15 Punks sitzen um zwei Kisten Sternburger Bier, zwei von ihnen betteln Passanten mit Pappbechern an;

von einem Tag auf den anderen sind alle Uniwanduhren fünf Minuten vorgestellt, so scheint es;

jeder Mülleimer wird per Hand nach Leergut untersucht;

ein Drittel der Berliner Raucher raucht angeblich „Ling“-Zigarretten, käuflich in Ubahnstationen zu erwerben;

ein aufgeregter Tourist photographiert den Fernsehturm im Nebel;

alles wahr, gesehen, gehört, beobachtet auf den Straßen Berlins.

 

 

Platon’s Songs

von philales89

Schon der alte Platon machte sich Gedanken über die Bildungspolitik. In seinem Werk „Der Staat“ (gr. Politeia, wörtlich „Die Verfassung“) diskutiert sein Lehrer Sokrates mit anderen jungen Menschen im Hause des Oligarchen Kephalos in der Athener Hafenstadt Piräus. Den Fußballinteressierten müsste dieser Stadtteil durchaus geläufig sein.

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Technische Neuerungen

Liebe Leser,

endlich ist es soweit,

ab sofort ist unser Blog auch unter http://www.allzutaegliches.de zu erreichen.

Wir hoffen, dies erleichtert dem Ein oder Anderen das finden unserer Homepage, desweiteren wird daran gearbeitet ganz auf einen eigenen Server umzuziehen, aber dazu mehr, wenn es soweit ist. Desweiteren haben wir nun einen IRC Chan. Zu finden sind wir im Quakenet unter #allzutaegliches und einige Autoren des Blogs sind unter folgenden EMail Adressen zu erreichen:
Malte@allzutaegliches.de
Eike@allzutaegliches.de
Indy@allzutaegliches.de
philalex@allzutaegliches.de

Mit freundlichen Grüßen

Eure allzutaegliches Redaktion

Tschüss, Sommer

Einige meiner werten Mitautoren haben das Thema ja schon angesprochen; der Sommer ist aus, der Herbst ist schon längst über uns hereingebrochen. Die Bäume werden kahl, die Natur versinkt in Farblosigkeit. Verglichen damit wirken einige im Mai bei uns im Garten aufgenommene Bilder wie nachbearbeitet.

Und doch, so sehr ich jedem Sonnenstrahl nachtrauere, so sehr ich mich jetzt schon auf den Frühling freue, so blicke ich doch auf einen sehr schönen Sommer zurück, der eigentlich wenige Wünsche offen ließ. Und entsprechend schwer fällt der Abschied. In meiner subjektiven Wahrnehmung hatten wir diesen Sommer deutlich mehr Sonne und Wärme als im letzten Jahr.  Das mag aber auch daran liegen, dass ich von Mai bis mitte September permanent auf Baustellen rumgekrebst bin und entsprechend viel draußen war. Den heißesten Tag dieses Jahres habe ich auf einem Gerüst in der prallen Sonne damit verbracht, eine große Fensterfront zu verglasen. Was ist schon Sauna ;-)

Der wirkliche Sommer begann für mich mit dem Hurricane, von dem ich schon braungebrannt zurückkam. Der absolute Höhepunkt war dann unser Urlaub in Rimini an der Adria, wo wir zu fünft eine Woche die Stadt unsicher gemacht haben. Eine Woche lang über 30°C, Strand und Disco. Absolut super. Der kulturelle Part, wie zB die Besichtigung Venedigs ging dabei zwar vollkommen an uns vorbei, aber immerhin haben wir noch (mehr oder minder freiwillig) San Marino gesehen – bzw. San Marinos Waffenläden, viel mehr gibt es dort  – abgesehen von einer beeindruckenden Aussicht – nämlich nicht. Nach Rimini ging es dann noch mit der Familie nach Wangerooge, und mit André später noch nach Köln.

Diese Dinge haben für mich diesen Sommer vor allen anderen geprägt, abgesehen vielleicht von Franzi. Und abgesehen davon war es einer der besten die ich erlebt habe ;-) Was waren eure Sommer-Erlebnisse? Was hat ihn für euch geprägt?

Balina Herbst

 von Philalex89

Eine Glocke, so bronzen, schallt
Die Tauben am Dom ,sie lachen
Deine Locke im Winde wallt
Im Winde die Äste krachen

Am Zeughaus gibt es regen Tausch
Ob Kunst, ob Trödel: Du kannst ihn finden
Nur nicht, wenn der Regen rauscht
Musst du die Zeit im Museum schinden

Kleiner Mann im grauen Frack
Bedient flötend Leierkasten
Plätzchen im Ofen: Backt!
Bevor wir müssen zur Feier hasten

Buntes Laub im Winde wallt
Im Winde die Zweige knicken
Nur nicht, wenn der Regen schallt
Tropfen Blätter leis' zu Boden drücken

Gülden Sonnenstrahl-Glasur
Ach, wie mir das Herz da lacht
Bedeckt nicht nur die Rathausuhr
Berlin im Herbst ist eine Pracht