Grundeinkommen – Paradies oder soziale Hölle?

Passend zu meinen Gedichten, die anscheinend wenig Resonanz ausgelöst haben, möchte ich heute mit euch das umkämpfte Thema Sozialstaat diskutieren. Auf Spiegel-Online hat der Hamburger VWL-Professor Thomas Straubhaar einen Neustart des Sozialstaates vorgeschlagen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,679461,00.html

Er geht von folgenden Prämissen aus:

1. Das deutsche Steuersystem ist zu kompliziert.

2. Es würde eine Sozialpolitik der Einzelschicksale gemacht werden.

3. Es gäbe für Langzeitarbeitslose zu wenige Anreize für eine Rückkehr ins Arbeitsleben.

4. Missbrauch des Sozialstaates und soziale Armut sind kein Kennzeichen für unsere gesamte Gesellschaft.

5. “Das Armutsrisiko [sei] hierzulande geringer als im EU-Durchschnitt”.

Seine vorgeschlagene Sozialreform stellt sich als ein kompletter Systemwechsel dar. Anstatt individuell berechneter Steuern und Sozialleistungen sollen alle Menschen in Deutschland ein steuerfreies Grundeinkommen bekommen. Je geringer dieses von Staat gezahlte Grundeinkommen sei, desto niedriger wäre der Steuersatz, der das darüber hinausgehende Einkommen belasten würde, und desto höher wäre der Anreiz für Arbeitslose wieder in den Beruf einzusteigen. Das klingt ersteinmal logisch.

“Die meisten der heutigen Sozialtransfers könnten durch das Grundeinkommen ersetzt werden. Statt all der vielen einzelnen Sozialleistungen wie Grundrente, Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Bafög, Wohn- und Kindergeld sollte es nur noch das Grundeinkommen geben.”

Der Staat würde so auch Einsparungen durch den Wegfall von übermäßiger Bürokratie machen. Leider geht Straubhaar nicht näher auf die realen Folgen dieser Reform ein. Aus der “Realität” würde durch diese Umstrukturierung kein “Paradies” entstehen, immer noch würde es Menschen geben, die den Staat ausnutzen würden.

Wie steht ihr zu dieser Idee? Sträubt es euch das Haar, wo seht ihr Schwächen, oder stimmt ihr mit dem Autor überein, dass der Staat die Sozialpolitik radikal reformieren sollte? Wenn ja, auf welche Weise?

Straßengeflüster

Der Asphalt ist hart

doch im Sommer ist er warm

im Winter wird er kalt

nur eine Flasche hältst du im Arm

fliehst dann in die U-Bahn

wo dich die Menschen treten

manche bleiben bei dir stehn

doch um Hilfe hast du nicht gebeten

du bist noch gar nicht alt

doch lange lebst du nicht

alle sehn an dir vorbei

sie erschreckt dein hässliches Gesicht

was ist nur passiert

dass du diesen Weg gegangen?

fühlst du dich einfach frei

oder bist du in dir selbst gefangen?

du willst ein Mensch sein

doch die anderen halten dich

für schmutzig und gemein

dieses Ungeziefer

ist normal in dieser Stadt

sagen viele Leute

das macht mich ganz schön platt

willst du dir helfen lassen

so lass dir sofort helfen

es gibt auch Menschen

die interessieren sich für dich

doch diese sind so selten

alle andren schämen sich für dich

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Die Zukunft Berlins

Wir stapfen durch die Straßen

Wenn es in Strömen regnet

Samstagabend Sonntagmorgens

Sind wir uns begegnet

Wir liegen im Dreck

und graben im Müll

vielleicht gibt’s da ein paar Flaschen

damit fülln wir unsre Taschen

Haste ne Zigarette?

Brauchste noch n Ticket?

Vorbei laufen die Herren

die spieln am Samstag Cricket

Und wenn die Gosse brennt

riecht mans bis zum vierten Stock

doch löscht es keiner

man hat nur einfach keinen Bock

Unser Zuhause wechselt Tag für Tag

es liegt unter unsren Füßen

unsere Omas trinken nur noch Kaffee Hag

wir lassen sie noch nicht einmal mehr grüßen

Die Zukunft Berlins

Liegt in unserer Hand

Wir sprühen unsere Seele

In der U-Bahn an die Wand

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Februar

So Kalenderblatt #2 – Protagonisten sind Antilopen in jeder Form, Größe, Farbe … genauere Informationen zu den einzelnen Arten als Bildbeschreibung

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Rémi Gaillard

Die meisten von euch dürften schon einmal von ihm gehört haben: Rémi Gaillard, dem Chaosfranzosen schlechthin. Bekannt geworden durch Videos, in denen er beispielsweise als Super Mario in einem Kart durch Paris fährt und Autos mit Bananenschalen bewirft, oder verkleidet als PacMan durch Supermärkte randaliert, im Tierparkt als Tarzan verkleidet durch die Gehege spaziert und so weiter. Oft genug gerät er dabei auch mit dem Gesetz aneinander, wurde meinem unrecherchiertem Halbwissen nach auch schon mehrfach verhaftet. Bestes Beispiel dafür auch im Mario Kart Video, in dem er von der Polizei angehalten wird – und dann schlicht abhaut. Heute bin ich aber auf ein Video gestoßen, das wohl schlicht und ergreifend sein Meisterwerk sein dürfte; beim französischen Pokalsieg zieht er sich einfach ein Trikot der Mannschaft über – und taucht in dieser unter. Er feiert mit ihnen, empfängt Gratulationen, verteilt Autogramme – und keiner merkts.

Was haltet ihr davon?

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FatJoes Unvollendete

Liebe Leser,

wie so oft im Leben fängt man Sachen an, die man dann aus irgendwelchen Gründen nicht beendet, das ist bei Schubert genauso wie bei mir, und weil dieser mit der seinen soviel Erfolg hatte, dachte ich mir, veröffentliche ich meine auch mal, vielleicht wird ja was draus ;-)

Also hier eine Zusammenstellung von Artikeln, welche ich anfing zu schreiben aber nie fertig wurde:

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Was kostet die Welt?

Ein geflügelter Spruch, wie ihn sicherlich jeder schon mal gesehen oder gehört hat. Aber was kostet die Welt den nun wirklich? Ein Beispiel, um auch gleich was klar zu stellen. Haiti ist zur Zeit für den läpischen Preis von höchsten einer Milliarde Dollar zu haben. Sarkastisch? Ja! Unmenschlich? Doppelt Ja! An alle tränendrüsendrückenden Menschenweltverbessere: Dieser geistlose und kopflose Beitrag hat und soll nichts mit Menschlichkeit zu tun haben. Er erhebt auch nicht den Anspruch das Menschentum in seiner Würde und Individualität zu berücksichtigen. Ergo aufhören zu lesen oder klappe!

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Zu Gast bei Feinden

Heute abend gucte ich wie immer ZDF Auslandsjournal und ein Bericht regte doch einige Fragen in mir.

Ein englischer Reporter afghanischer Herkunft war bei einem Talibanterrordorf zu Gast und schaute zu und kommentierte ganz fröhlich, wie die Taliban Bomben bauten um “Ungläubige” zu töten, und das war das erste mal, dass ich dachte, ist ja toll der guckt jetzt zu wie sie einen Mord vorbereiten und macht nix dagegen, aber es ging noch weiter. Der Mann wurde komplett in den Plan eingeweiht und war sogar live mit Kamera dabei, wie sie mehrmals versuchten amerikanische Konvois in die Luft zu jagen, dass dies nicht klappte war eher der unfähigkeit der Attettäter zu verdanken, und er wurde von seinem Gastgeber in Sicherheit gebracht, bevor ihn das Talibangericht der Spionage bezichtigen konnte. Doch die Frage ist doch, was hätte er getan wenn es geklappt hätte, hätte er die zerfledderten Amerikaner gefilmt und ihnen beim verbluten zugeguckt anstatt ihnen zu helfen? Wär er mit den Taliban zurück geflohen und hätte den nächsten Angriff mitvorbereitet?  Ganz Konkret, wann wird ein Journalist zum Mittäter, juristisch als auch moralisch, mir ist klar dass aufklärung wichtig ist, aber wie weit darf diese gehen, ohne dass man sich vorwerfen lassen muss mit den Aggressoren unter einer Decke zu stecken, in diesem Falle wäre von den amerikanern sicherlich auch auf ihn geschossen worden.

Kommentare erwünscht.

mfg FatJoe

hier kann sich jeder selber ein bild davon machen, ist der erste beitrag

Where’s the difference? Vol. 10

http://urge2burge.files.wordpress.com/2008/09/pat_methenyer.jpghttp://api.ning.com/files/K6Kih72JWUheajH5KqPzbwu1oE62MRVdZZ6*O1cCwCQ7IXIFcVoH67fiNm6OkCGat2dORIZqNVezuiL07ihbkaSssoHwnbNJ/snowywookie.jpg

It’s the sound!

Unverschämtheit!

Jetzt ist bei mir wohl das Schreibfieber ausgebrochen. Aber bei der Kälte muss man wohl auch krank werden.

Mal ernsthaft: Bei der Anzahl lobender Kommentare kann ich euch ja weitere Artikel nicht vorenthalten. Und gestern wurde gemeinsam im Plausch mit einer Kaffeekanne mein nächstes Thema entwickelt. Bruder Zufall war dabei nicht unbeteiligt, aber nach den Gründen fragt hinterher sowieso keiner mehr.

Ob  ich für den Satz 3 € ins Phrasenschwein werfen muss? Übergehen wir es flott und kommen zum eigentlichen Thema.

Unterstellung im Profifußball. Seit Anbeginn des Spiels gibt es Neider, die dem Sport oder  einzelnen Akteuren schaden wollen. Gelegentlich ist es ihnen gelungen und es haben sich einige Mythen fest in den Köpfen der Unwissenden verankert.

Ich möchte hier die Gelegenheit nutzen und die Weltbevölkerung mit den unumstößlichen Wahrheiten aufklären. Platzbedingt muss ich mich heute auf  meine Top 3 beschränken. Dennoch bin ich mir sicher, dass mein Artikel eure Wahrnehmung schärft und ihr vermeintliche Skandale in Zukunft genauer hinterfragt.

3.

Norbert Meier ist hier ganz klar einer Unterstellung des deutschen Fernsehens auf den Leim gegangen. Es wurde stets behauptet, Norbert Meier hätte Albert Streit mit einer Kopfnuss niedergestreckt und wollte dem vermeintlich Geschädigten durch großartige Schauspielkunst unterstellen, er wäre das Opfer.

Fakt ist: Norbert Meier ist das Opfer.  Durch geschickte Kameraführung hat es ein großer deutscher Bezahlsender geschafft den Zuschauer und sogar den DFB zu täuschen und einen herausragenden und verdienten Fußballfachmann aus seinem Amt zu verdrängen.  Auf dem Videomaterial ist nämlich nicht der Auslöser des Vorfalls zu erkennen. Albert Streit ging bewusst auf den Kopf von Herrn Meier zu und trat ihm im richtigen Moment mit der Pike gegen das Schienbein. Durch den plötzlich auftretenden Schmerz ist Norbert Meiers Bewegung nach vorn die logische Konsequenz und dort hatte Herr Streit seinen Kopf ja bereits einladend positioniert.

2.

Hier ist doch wieder der klassische Fall zu erkennen, dass Spieler heutzutage die Schuld für eine Niederlage nicht bei sich selber suchen. Der Kommentator sagt es noch. Der Schiedsrichter wurde von einem Spieler der Verlierermannschaft angeschwärzt( kann ein Schiri noch schwärzer werden?. Hätte Spieler X doch mal das Gespräch mit dem Pfeifenmann gesucht. So tat ich es nämlich und habe dann auch die Hintergründe erfahren.

Natürlich hat der Schiedsrichter auf den Platz gepinkelt. Er ist ja auch verantwortlich,  dass die Spieler keinem Risiko ausgesetzt sind.

Besagtes Spiel war in Katar. Dort ist es gewöhnlich sehr trocken und als der gute Mann ( ich weiss nicht, wie ich den Namen schreiben soll) eine schlecht gewässerte, trockene Stelle auf dem Feld entdeckte, hat er mit einem beherzten Griff in die Hose das Risiko von Hautabschürfungen sofort beseitigt.

Das ist mal ein Mann der anpackt. Andere hätten das Spiel unterbrochen und den Platzwart gerufen.  Aber anstatt diese Leistung zu honorieren, führt eine Unterstellung eines schlechten Verlierers zur Entlassung des guten Mannes.

1. Der Ball ist rund!

Diese Unterstellung ist ja wohl der Gipfel der Frechheit und es glauben immer noch 99,9% aller Erdbewohner. Frühere Versuche der Aufklärung wurden durch Verbrennung der Aufständigen niedergeschlagen. Aber ich kann diese Unwissenheit nicht ertragen und werde hier und heute nocheinmal verkünden:

Der Ball ist eine Scheibe!!!

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