„Wär ich ein richtiges Gedicht“,
sagten sich mal diese Zeilen,
„reimte ich mich nicht,
drum muss ich so verweilen:

kontrovers nur marginal,
kulturell? Ich? Minimal!
Kein Platz für mich im Regal,
nichts fatales, radikales,
ich bin doch letzlich nur Banales!

Ein Lächeln zauber ich wohl doch,
auf der Leser Minen,
anstatt nur eben diese
wie es ein rechter Dichter tut,
mit Unverständnis zu vermiesen.“

Ein Poet ja der ist heute gut,
wenn er der Worte Seele stiehlt,
und ohne Reim und Gefühl es tut,
sondern nur dem Unsinn sich empfielt.

„Drum lieber ein Nichts,
als schwere Kost“,
sagte sich das Gedicht,
und fand so Trost.
Marcus  11 ’08

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