Wenn ich die Sterne erreichen könnte,
würde ich für dich einen herabziehen
es scheint an mein Herz
so kannst du die Warheit sehen:
Das diese Liebe die ich in mir habe
in allem scheint.
Aber jetzt kommt es mir vor
als ob es nur in meinem Taum ist.

Und ich kann die Welt verändern,
ich will das Sonnenlicht in deinem Universum sein.
Du willst glauben das meine Liebe wirklich etwas gutes ist,
Baby wenn ich die Welt verändern könnte.

Und wenn ich ein König sein könnte
nur für einen Tag,
ich nähme dich als meine Königin;
Ich hätte keine andere möglichkeit.
Und unsere Liebe wird die Regel sein
in dem Königreich das wir erschaffen haben.
Bis dann würde ich verrücktsein,
wünschte vor den Tag…

Als ich die Welt verändern konnte,
ich würde das Sonnenlicht in deinem Universum sein.
Du willst glauben das meine Liebe wirklich etwas gutes ist,
Baby wenn ich die Welt verändern könnte.
Baby wenn ich die Welt verändern könnte.

Ich kann die Welt verändern,
ich würde das Sonnenlicht in deinem Universum sein.
Du willst glauben das meine Liebe wirklich etwas gutes ist,
Baby wenn ich die Welt verändern könnte.
Baby wenn ich die Welt verändern könnte.
Baby wenn ich die Welt verändern könnte.

Ich nehm es gleich vorweg, dies ist kein Songtext, der fragwürdigen Kitsch-Pop-Ikone Yvonne Catterfeld. Wenngleich dieser auch einem Mitglied Silbereisens alternder Drogenkomune um Marianne und Michael entsprungen sein könnte, ist dies nur eine deutsche Übersetzung eines nur so vor Kitsch triefenden Ergusses des amerikanischen „Blues“ Musikers „Slowhand“, der eben diesen in einer musikalisch doch recht gelungen Rockballade vor den unaufmerksamen Hörern versteckt:

Eric Clapton – Change the World

If I could reach the stars
Pull one down for you
Shine it on my heart
So you could see the truth

That this love I have inside
Is everything it seems
But for now I find
It’s only in my dreams

If I can change the world
I would be the sunlight in your universe
You would think my love was really something good
Baby if I could change the world

If I could be king
Even for a day
I’d take you as my queen
I’d have no other way
And our love will rule
In this kingdom we have made
‚Til then I’ll be a fool
Wishing for the day

If I can change the world
I would be the sunlight in your universe
You would think my love was really something good
Baby if I could change the world

If I can change the world
I would be the sunlight in your universe
You would think my love was really something good
Baby if I could change the world

Slowhand- der Spitzname mag bezeichnend seine für die träge, unbeholfene kreavite Feder den Ton in Text zu fassen.
So mag der geneigte Bremen1 Hörer in alläglicher Monotonie, während des Wartens an der Ampel auf dem Weg zur Arbeit vielleicht sogar die ein oder andere Textzeile erahnen, und sich die Kernausauge „If I can change the world“ ins Deutsche „Wenn ich die Welt verändern könnte“ übersetzen.

Den „Atomkraft- Nein, Danke!“ Aufkleber auf der Heckklappe seines Kleinwagens gedenkend, mag der Ökoträumer und Radiohörer nun den fälschichen Rückschluss ziehen, in dem Song eine Antwort auf die ökologischen Probleme, und sozialen Ungerechtgkeiten dieser Welt zu finden, oder doch wenigstens einen utopischen Ansatz einer besseren oder anderen Gesellschaft.
Was Popsongs, wie „In the Year 2525“, oder „Earth Song“ schaffen,.vermag dieser nicht im Ansatz.

Die gesellschaftliche Relevanz des Textes tendiert gegen Null, und weicht der egoistischen, geradezu subversiv-hedonistisch anmutenden Aussage, dass die dringenste Veränderung des Ist-Zustandes der Welt, ein eigenes Königreich in erfüllter Liebe „If I could be king
Even for a day I’d take you as my queen
“ sein muss und nicht die Unterbindung von 25.000 Hungertoten täglich.

Diese eigentlich perverse Entwicklung auf der inhaltlichen Ebene des Blues, vom Klagelied der Sklaven auf den Baumwollfeldern Nordarmerikas zum Märchenkitsch alternder Gitarrenbarden zeigt auch die fehlende Kongruenz zwischen musikalischer und textlicher Ebene auf.

Man mag Reinhard Mey noch so viel Pathetik und musikalische Einfallslosigkeit vorwerfen, die Authentizität seiner Songs ist seit dem Beginn seiner Karriere ungebrochen.
Zwar mögen Lieder wie „Die heiße Schlacht am kalten Buffet“ auch nie den Mantel der Alltäglichkeit verlassen, allein sprachästhetisch sind sie von hohen Wert und zeugen von einer immensen Beobachtungsgabe des Liedermachers für die kleinen Dinge des Lebens.

Musikalisch verbinden sich Text und Musik bei Mey stehts harmonisch zu einem immer aussagekräftigen Ganzen und Lieder wie „Sei wachsam“ oder „Nein, meine Söhne geb ich nicht“ zeugen von der ungebrochenen beißenden Sozialkritik eines mit Würde alternden ’68ers, der den Bezug zur Gegenwart nie verliert.

Clapton mag sein idealistisches Traum-Liebes-Königreich höchstens mit den plumpen Tagträumen eines Homer Simpsons im Abendfernsehn in der virtuellen Realität wiedergespiegelt sehen.

In diesem Sinne

Marcus

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