photovoltaik1
(Aufgenommen in der Mensa des Studentenwerks Karlsruhe, Hervorhebung in rot von mir)

Dazu fallen mir auf Anhieb erstmal zwei Dinge ein:

  • Tim Taylor, Heimwerkerkönig und gewissermaßen Erfinder der „Deine Mudder…“-Witze würde es so sagen: Wir brauchen MEHR POWER! Verglichen mit konventionellen Kraftwerken ist das doch rausgeschmissenes Geld, dass man wunderbar in Bildung (und eine sichere Zukunft) investieren könnte. Der Copenhagen Consensus hat dazu eine Prioritätenliste erstellt, die mir persönlich vernünftig erscheint. (Fernsehbericht)
    Vielleicht ist auch schon eine Investition in die Forschung über Photovoltaik eine gute Investition, die die Brauchbarkeit erhöhen würde. Das zähle ich jetzt einfach mal als Investition in Bildung.
  • Inwiefern ist Investition in Solarenergie (oder weiter gefasst: regenerative Energien, Klimaschutz im allgemeinen) eine Investition in eine sonnige Zukunft?
    Oder formulieren wir die Frage neu: Inwiefern hat sich Al Gore, selbsternannter Erfinder des Internets und Friedensnobelpreisträger (naja, halber Friedensnobelpreisträger), um den Weltfrieden verdient gemacht? Ist die Anzahl der aufgestellten Sonnenkollektoren umgekehrt proportional zur Anzahl der auf dem Schwarzmarkt verkauften Waffen?

Im allgemeinen bin ich schon nach kurzer Zeit etwas unzufrieden, wie das Studentenwerk meinen Semsterbeitrag investiert. Mir wäre es schonmal wesentlich lieber, diese Klimaschutzgeschichten würden in Umweltschutz investiert… Alle wären glücklicher damit: Die entsprechenden Aktivisten verstehen in den meisten Fällen den Unterschied nicht, und freuen sich über die Investition in etwas „grünes“, und ich freue mich hoffentlich über einen etwas gesäuberten Campus 😉
Zweitens durfte ich heute eine Demo gegen die Preispolitik des KVV erleben: Anscheinend sind 107€ für ein Semesterticket überallemaßen zu viel, quasi in raubtierkapitalistischem Ausmaß. So wurde also ein Viertel meines Semesterbeitrages von vorneherein dafür investiert, dass jeder Student, auch ohne Semesterticket nach 19 Uhr kostenlos fahren und – am Wochenende sogar ganztags – in vielleicht nicht immer nüchternem Zustand die Straßenbahnen und Haltestellen belagern, bemüllen, vollkotzen und in selbigen rumpöbeln darf.
Meine Investition in eine sichere Zukunft war demnach, der Demo, die von einem IG-Metall-Lautsprecher-Unimog angeführt wurde, fernzubleiben und dafür WT zu hören.

Advertisements