nun ist es so weit: drei wochen und 30 artikel später haben wir nun am 25.11.2008 um 16.32 uhr die 1000-besucher-hürde geknackt und das nicht zuletzt durch euch liebe leser. fleißig und hoffentlich das ein oder andere mal schmuzelnd habt ihr unsere kreativen schreibergüsse euch zu gemüte geführt und uns wärmstens an andere weiterempfohlen. wir, die autoren, werden auch weiterhin sorgen, dass das so bleibt.

eintausend ist eine große zahl und so soll an dieser stelle (typisches pädagogen-füllwort :-)) eine kleine abhandlung über diese symbolkräftige zahl in erscheinung treten. doch als erstes ein wikipediazitat zum ethymologischen ursprung des wortes tausend:

„Das deutsche Zahlwort Tausend hat sich aus dem althochdeutschen thûsunt, thûshundi, dieses aus germanisch þûsundi entwickelt. Dies wiederum ist eine Verbindung aus dem Zahlwort Hunderthundi mit einer Vorsilbe *thus, welche „viel“ oder „groß“ bedeutet und sich aus einer indogermanischen Wurzel *tÐu-, *týu- gebildet hat, die ursprünglich „schwellen“ bedeutet. Tausend bedeutet also wörtlich ursprünglich „großhundert“. Das Deutsche kennt auch die Pluralbildung tausende („mehrere tausend“, die in Zahlwörtern allerdings nicht vorkommt (zweitausend, dreitausend etc.).“

für die alten germanen war die zahl tausend anscheinend unvorstellbar; die zahl hundert konnte man wahrscheinlich noch an den händen seiner stammeskollegen abzählen, die man bei einer thingversammlung getroffen und mit denen man unter einer eiche sitzend honigmet en masse getrunken hatte, aber tausend – bei wotan – das war einfach ganz viel hundert mal finger.

die „tausend jahre“, als symbol für eine sehr lange zeit, wurden in der menschheitsgeschichte immer wieder verwendet und üben auf den menschen einen gewissen reiz aus. jesus ist nicht der einzige, aber bestimmt der angenehmste, der ein tausendjähriges reich gründen wollte: die römer haben es geschafft (ca. 600 v. bis 600 n. chr.), die nazis gott sei dank nicht (1933 bis 1945). mein lexikon der symbole schreibt zur eintausend folgendes: siehe „hundert“. mist… naja hundert:

„Für das dem Dezimalsystem verpflichtete Denken Inbegriff einer abgeschlossenen Vielheit in einem größeren Ganzen, die hohe, große Rundzahl als Quadratzahl von 10, die Zahl der Erfüllung, in der hellenistischen Welt das vollkommene Gute. In der christl. Literatur begegnet 100 verschiedentl. als Sinnbild himml. Seligkeit; ähnl. Bedeutung hat die Zahl Tausend. siehe Zehn.“

aha, was lernen wir daraus? die tausend is genauso toll wie die hundert, nur eben besser.  bleibt nur noch die zehn:

„Die Zahl 10 ist die Grundlage des Dezimalsystems und wohl auf die Anzahl an beiden Händen zurückzuführen. [ach schau an!] Sie galt schon in der Antike als eine Art vollkommener Zahl, weil sie alle Zahlen von 1 bis 9 in sich einschließt. Die Tetraktys 1+2+3+4=10 machte die 10 schon bei den Pythagoreern zur göttlichen und geheimnisvollen Zahl, die auch als schema  darstellbar war.

Die mit 10 multiplizierten Grundzahlen haben einen ahnlichen Symbolgehalt wie die entsprechende Grundzahl, gleiches gilt verstärkt für die zweiten bzw. dritten Potenzen von 10, also 10^2=10*10=100 bzw. 10^3=10*10*10=1000; die 4. Potenz, also 10^4=10*10*10*10=10 000 gilt als Symbol der Unzählbarkeit“ (Udo Becker, Lexikon der Symbole, Herder Verlag)

so können wir, wenn wir irgendwann demnächst die 10 000 geknackt haben, sagen, dass unendlich viele menschen unseren blog besucht haben. danke schonmal!

philip

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