Nachdem hier ja tagelang nix passiert ist, muss endlich ein neuer Artikel her, man soll sich ja nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen!

Da aber auch ich an sich garnix weltbewegendes zu erzählen habe folgen einige mehr oder weniger belanglose Beobachtungen meines gestrigen Sonntagsspazierganges:

  • Für die Schienenverkehrsfreunde unter den Lesern und Mitautoren: In Karlsruhe gibt es sieben Straßenbahnlinien (mit den Nummern 1-6 und 8, aber das sei nebensächlich). Auf allen diesen Linien mit ausnahme der Linie 5 verkehren so moderne Niederflurwagen. Auf besagter Linie 5 fahren diese lustigen Gefährte:
    Linie 5 am Kronenplatz

    Linie 5 am Kronenplatz

    (Rechts im Bild: Kein Niederflurwagen sondern ein Mittelflurwagen der S-Bahn). Da stellt sich natürlich die Frage warum fahren auf dieser Linie so alte Wagen. Geldmangel? Und das bei den Preisen (siehe verlnkte Seite unten)? Minutenlange Recherche im Internet erbrachte dann die Antwort: Die neuen Wagen sind ein paar Zentimeter breiter als die alten und die Schienen auf dieser Linie sind zu dicht beieinander verlegt. Außerdem sind die Wendeschleifen am Ende zu eng. Ok wär das geklärt. Andere interessante Sache an diesen Wagen, und das ist mir neulich schonmal aufgefallen: An jedem Wagen prangt das Berliner Wappen:

    Friedenau

    Friedenau

    Lichtenrade

    Lichtenrade

    Wilhelmsruh

    Wilhelmsruh

    Was hat es damit auf sich? Wikipedia liefert die Antwort: Diese Wagen wurden in Berlin von der Waggon Union produziert. Damit wär das erledigt.
    (Der werte Leser bemerke: Beobachtungen dieser Art werfen Fragen auf, die mir bis zu ihrer vollständigen Beantwortung keine Ruhe lassen ;-))

  • Zurzeit findet in Karlsruhe die sogenannte Bücherschau statt, eine Art Büchermesse, bei der die Bücher einfach in mit dem jeweiligen Verlagsnamen beschrifteten Regalen herumliegen. Gastland ist Irland, was sich darin äußert, dass bei den Lesungen Whiskey verkostet wird. Thema ist Natur und Umwelt, was sich in einem roten, entsprechend betitelten Regal äußert.
    Das interessanteste Regal stellte für mich die Büchergilde Gutenberg, deren Bücher – meinem Vater sei Dnak – ca. ein Drittel meines Buchbestandes ausmachen. Besonderes Highlight: Das neue von Enzensberger.  Das hat mich in gewisser Weise an mein Lieblings-Drittes-Reich-Buch, wenn man das mal so sagen darf erinnert.  Beide Bücher sind eben historisch, aber dennoch erzählend und spannend geschrieben.
    Weiterhin interessant: Douglas Adams gibt’s jetzt auch bei Reclam:

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    Don't Panic

    Demnächst wird man den dann in der Schule als Pflichtlektüre lesen. 😉 Schade eigentlich, diese „Ehrung“ führt ja in den meisten Fällen dazu, dass die Schüler das Buch nicht vertsehen, nicht ernstnehmen und schnell vergessen 😉

  • Ich frage mich, wie wohl dieser Fleck an der S-Bahn-Station Jenaer Straße entstanden ist:

    Jenaer Straße

    Jenaer Straße

  • Meine Hauptinformationsquellen in letzter Zeit sind verwaiste Zeitungen in der Straßenbahn. Heute hatte ich das Vergnügen mit der Bild-Zeitung: Neben der Wahl zur Miss November, der Frage ob Angela Merkel Ludwig Erhardt ist (mit großflächiger Bildmontage) und den Terroranschlägen in Indien (“ ‚Mein Freund starb in meinen Armen‘ – Sehen Sie das Videointerview aus dem Krankenhaus bei Bild-Online“) dürfen wir uns heute gegen 17 Uhr darauf freuen, dass Venus den Mond passiert und gelichzeitig ein besonders heller Jupiter zu sehen ist. Das wichtigste dabei (natürlich):

Was bedeutet diese Konstellation astrologisch? Experte Michael Allgeier (49): „Sie steht für Treuebeweise und Festigung einer Partnerschaft. Alte Beziehungen können sich neu beleben.“

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