Archive for Februar, 2009


hier nur ein kleiner verweis auf einen überaus unterhaltsam-informativen artikel von spiegel online: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,609020,00.html

die thematik könnte fast als karnevalsgag durchgehen, aber aus respekt vor den angeblich vielen betroffenen patienten, nehme ich dieses mal nicht an.

mich hat in letzter zeit auf schon immer gewundert warum die typen in dunkler lederjacke am bahnhof zoo und am cottbusser tor rote schniefnasen ihr eigen nennen dürfen und kleine fläschchen mit hütchenverschluss an normale hausfrauen, bankangestellte und rentner verkaufen 😀

1.

anders: bedarf es dem menschen wissen , um etwas um können, in dem sinne, eine handlung auszuführen? sicher ist, der mensch muss dieses nicht immer: gehören grundlegende vorgänge des lebens, wie z.B.  atmen oder essen, auch in den bereich des könnens? ich denke schon. dafür braucht der mensch aber ncihts zu wissen, wie ein neugeborenes, und er braucht auch nicht zu wissen, wie ein komapatient. was ist der nackte kern des könnens?

2.

geht es hierbei um die komplexität des könnens, als dass man bei komplexen aspekten des könnens mehr wissen benötigt als bei leichteren? ich muss mehr wissen, wenn ich einen brief auf latein schriebe, als wenn ich diesen auf deutsch verfasste. andererseits ist die menschliche atmung ein hochkomplexer vorgang. muss man also zwischen biologisch-festgelegtem und geistigen können unterscheiden? aber die arbeit des geistes ist im gehirn doch auch  biologisch festgelegt. ich stehe hier vor einem philosophischen problem. was ist wissen überhaupt? ist es bildung oder allgemeingildung oder gar auch können?

3.

fest steht:  wissen ist mehr als als die abrufbarkeit von gespeicherten fakten des gehirns. oder doch nicht? und was über bloße fakten hinaus geht nennt man bildung oder eher allegemeinbildung? man stelle sich vor: obwohl ein physikprofessor vielmehr weiß, die gesamte formelsammlung und elementtabelle auswendig kann (wo wir wieder beim können wären:-), als ein literaturkritiker, wird man den professor nicht als gebildet sondern eher als fachlich kompetent bezeichnen, wobei dem kritiker das attribut gebildet zugestanden wird. (vgl. Schwanitz: Bildung)

4.

unsere gesellschaft entwickelt sich immer mehr zu einer „können-gesellschaft“. es ist wichtiger, bei einem vortrag – sagen wir mal über opern -, verschiedene präsentationsmethoden zu beherrschen, als über ein profundes wissen über die musikgeschichte zu verfügen. da lob‘ ich mir doch den guten alten frontalunterricht! was bringt den schülern gruppenarbeit, wenn die arbeit doch nur an den gruppenbesten abgeschoben wird! mit dem wahren leben,  in dem es auf wissen und können und noch viel mehr auf ein gesundes bauchgefühl ankommt, hat das nichts zu tun. man muss praktisch und theoretisch gefühltes Wissen können, wissentlich sein Können fühlen und sein Gefühl zu schätzen wissen können!

hey leute. hiermit verweise ich auf ein internetvideo, dass mein onkel heute morgen mit mir aufgenommen hat.

ich improvisiere darin auf unsererem verstimmten klavier über die chordchanges Gb-Ab-Bb in der tonart Bb-moll. musikalischer trick ist hierbei der wechsel der grundtöne bei gleichbleibenden diskanttönen in der rechten hand, welche durch den verändernden grundton jeweils eine andere harmonische bedeutung bekommen. natürlich variiere ich auch viel in der rechten hand doch das hauptthema beinhaltet die töne c und f über den grundtönen Gb-Ab-Bb. im letzten drittel schaffe ich es irgendwiezu C-dur zu modulieren, achtet mal drauf, und komme schleißlich wieder zu Bb-moll zurück, indem ich über F7-F#vermindert-Ab chromatisch moduliere. 😀 😀 😀 jeder wird sich jetzt fragen: chromatisch? ich seh keine farben… 😀

die musik ist im augenblick ihres erklanges entstanden und ist frei erfunden…

im zweiten video arbeite ich mich durch den quintenzirkel von C nach F, Bb, Eb, Ab, Db, Gb/F#, H, E, A, D, G und wieder zurück zu C. ich sinniere einfach ein bisschen über diese dominantverbindungen und ihre leittöne (später vor allem die übermäßige Quinte). jeder akkord (hier jeweils die dominante) strebt zum nächsten akkord. C (Dominante) nach F (Tonika), F (Dominante) nach Bb (Tonika)  etc. ihr seht, die akkordfunktion ändert sich nach jedem akkrod je nach blickwinkel und gefühltem grundton, der akkord der gerade noch nach tonika und abschluss geklungen hat, ist nun wieder eine treibende dominante. aber genug der theorie.

P.S.: lasst euch von den atemgeräuschen meines onkels nicht ablenken!

Nachdem hier lange nix passiert ist, und von mir auch in den nächsten Wochen klausurenbedingt nix kommen wird, poste ich einfach mal zwei nette Dinge, die ich heut so gefunden hab: Weiterlesen

Alliterationen

„In Zeiten der 300 Grundworte verschwindet die Fähigkeit zur Anstregnung des Unrteils und damit der Unterscheid zwischen wahr und falsch“, so Adorno.

Um der Sprachverkürzung entgegenzutreten, eigenen sich Alliterationen, durch ihr schlichtes, wie striktes Prinzip besonders,  ein differenzierteres Sprachbewußtsein zu entwicklen.

Hiermit sei der geneigte Leser herzlich eingeladen, selbst verfasste Alliterationen, in den Kommentaren zum Besten zu geben.

Die Länge und Aussageklarheit können dabei als Qualitätsmaß gelten.

Einleitend zwei Beispiele:

Sebastian stellt sich stockbesoffen sieben Stieren, sie sezieren Sebastian selbstbewusst, sodass selbiger, sowieso suizidgefährdet, schreckensbedingt stirbt.

Eike, erfolgloser Ethnologe, erklärt elf estländischen Erntehelfern europäisches Emissionsrecht- erfolglos. Erhascht einen erotische Energie einer Erntehelferin, entschließt euphorisch einseitig Eheschließung, erntet Entrüstung, erschießt eruptiv ebendiese Estin.

Mit dem Faust aufs Auge

da ich mich schon seit längerer zeit durch goethes faust kämpfe (teil 2 ist auf jeden fallein härterer kampf), möchte ich euch an meiner lesearbeit teilhaben lassen. im faust gibt es so viele redewendungen, die die deutsche (umgangs-)sprache nachhalig geprägt, ja erweitert haben, dass gerade diesen zitaten einmal etwas mehr aufmerksamkeit gebührt.  in meiner etwas unkonventionellen umfrage werdet ihr auf ein paar bekannte und lustige beispiele treffen. wozu diese befragung gut sein soll weiß ich selber nicht, ist ja auch egal, jeder fabriziert heutzutage statistiken, und sei es über das stuhlverhalten von bmw-fahrern…

Visual Effects

Eine der besten szenischen Darstellungen, die ich je gesehen habe. Diese Typen im Hintergrund heißen Kuroko, ob es ansonsten eine Bezeichnung für diese Schauspielart gibt, weiß ich nicht so genau. Mehr davon:

Weiterlesen