1.

anders: bedarf es dem menschen wissen , um etwas um können, in dem sinne, eine handlung auszuführen? sicher ist, der mensch muss dieses nicht immer: gehören grundlegende vorgänge des lebens, wie z.B.  atmen oder essen, auch in den bereich des könnens? ich denke schon. dafür braucht der mensch aber ncihts zu wissen, wie ein neugeborenes, und er braucht auch nicht zu wissen, wie ein komapatient. was ist der nackte kern des könnens?

2.

geht es hierbei um die komplexität des könnens, als dass man bei komplexen aspekten des könnens mehr wissen benötigt als bei leichteren? ich muss mehr wissen, wenn ich einen brief auf latein schriebe, als wenn ich diesen auf deutsch verfasste. andererseits ist die menschliche atmung ein hochkomplexer vorgang. muss man also zwischen biologisch-festgelegtem und geistigen können unterscheiden? aber die arbeit des geistes ist im gehirn doch auch  biologisch festgelegt. ich stehe hier vor einem philosophischen problem. was ist wissen überhaupt? ist es bildung oder allgemeingildung oder gar auch können?

3.

fest steht:  wissen ist mehr als als die abrufbarkeit von gespeicherten fakten des gehirns. oder doch nicht? und was über bloße fakten hinaus geht nennt man bildung oder eher allegemeinbildung? man stelle sich vor: obwohl ein physikprofessor vielmehr weiß, die gesamte formelsammlung und elementtabelle auswendig kann (wo wir wieder beim können wären:-), als ein literaturkritiker, wird man den professor nicht als gebildet sondern eher als fachlich kompetent bezeichnen, wobei dem kritiker das attribut gebildet zugestanden wird. (vgl. Schwanitz: Bildung)

4.

unsere gesellschaft entwickelt sich immer mehr zu einer „können-gesellschaft“. es ist wichtiger, bei einem vortrag – sagen wir mal über opern -, verschiedene präsentationsmethoden zu beherrschen, als über ein profundes wissen über die musikgeschichte zu verfügen. da lob‘ ich mir doch den guten alten frontalunterricht! was bringt den schülern gruppenarbeit, wenn die arbeit doch nur an den gruppenbesten abgeschoben wird! mit dem wahren leben,  in dem es auf wissen und können und noch viel mehr auf ein gesundes bauchgefühl ankommt, hat das nichts zu tun. man muss praktisch und theoretisch gefühltes Wissen können, wissentlich sein Können fühlen und sein Gefühl zu schätzen wissen können!

Advertisements