Kurz vor Ende der Transferperiode ist es den Mitgliedern dieses Blogs noch einmal gelungen einen Sensationstransfer zu landen. Ablösefrei und per sofort konnte ein neuer Autor und eine neue Kategorie verpflichtet werden. Wie es dazu kam und was die Leserschaft in Zukunft erwartet, soll das Thema meines ersten Artikels sein.

Als Maltes Bruder gehöre ich bereits länger zur Stammleserschaft. Und obwohl ihn schon seit einiger Zeit der Untergang Russlands stark in Anspruch nahm, hatte er noch die grandiose Idee, den Blog durch die Einführung einer Fußballkategorie aufzuwerten. Das Ziel was sich dahinter verbirgt, ist es, die Seite für ein noch breiteres Publikum interessant zu machen. Warum sich Fußball dafür anbietet möchte ich später erläutern.

Interessanter ist vielleicht erstmal, warum er gerade mich fragte. Anscheinend hält er mich aus irgendeinem Grund für geeignet. Vielleicht, weil der Fußball mich nun schon seit guten zehn Jahren begleitet. Seitdem bin ich aktiver Spieler in einem unterklassigen Verein*. Einige Jahre später habe ich dann noch ein Traineramt im Jugendbereich des gleichen Clubs übernommen und mittlerweile bin ich auch begeisterter Chef einer aufstrebenden Damenmannschaft. Zudem habe ich mir auch die Befähigung zur Spielleitung als Schiedsrichter in einem vierwöchigen Kurs angeeignet. Ob ich dadurch mehr Ahnung vom Fußball habe, als manch ein Kneipenstammtisch kann ich schlecht beurteilen. Ich bilde es mir aber zumindest ein. Viel wichtiger ist aber, dass ich versuchen möchte, den Fußballsport aus verschiedenen Blickwinkeln darzustellen. Dafür besitze ich wohl die Vorraussetzungen. Als gewisse Einschränkung bei meinen Artikeln möchte ich bereits andeuten, dass manche meiner weiteren Werke pro BVB 09 und gegen ein gewisses blau-weißes Übel der Bundesliga ausfallen könnten. Das hat mit meiner Gesinnung als Fan zu tun und sei mir zu verzeihen.

Nachdem ihr nun etwas über meinen Hintergrund zum runden Leder erfahren habt, stellt sich die Frage, warum dieses Thema an sich eine Bereicherung sein soll.

Bei der Beantwortung dieser Frage erinnere ich mich an einen Zeitungsbericht im Weser-Kurier, der vor einigen Jahren veröffentlicht wurde. Kurz zusammen gefasst, wurde über einen Amerikaner berichtet, der seiner Mutter auf die Frage nach der größten Religion in Deutschland antwortete, es sei Fußball. Nun möchte ich das nicht einfach so stehen lassen und habe einmal recherchiert, ob dem so seien könnte.

Wie soll ich das nun vergleichen? Anhand aktiver Fußballer in Deutschland vielleicht. Die Zahl derer soll sich im Bereich um 6 Mio. bewegen. Aber es gibt ja auch noch weitere Interessierte, die dem Ball aus persönlichen Gründen nicht hinterher jagen.

Also anhand von Stadionbesuchern der Bundesliga vielleicht? Diese Stadien haben eine Kapazität pro Saison für etwas mehr als 14 Mio. Besucher. Die Auslastung ist allerdings geringer, da einige Clubs anscheinend nicht genügend Attraktivität verbreiten. Nützlich ist die Zahl allerdings auch nicht. Viele Interessierte gehen zu mehreren Heimspielen und andere bleiben weg, da sie z.B. selber aktiv spielen müssen und keine Zeit haben.

Dritte Möglichkeit: Fernseheinschaltquoten bei Fußballgroßereignissen. Da bietet sich doch das EM-Finale 2008 an. Das hat bestimmt jeder gesehen, der sich für Fußball interessiert. Es sollen damals um die 28 Mio. Zuschauer vor den Bildschirmen des Landes gesessen haben. Beim WM Halbfinale 2006 waren es sogar mehr als 29 Mio. Aber da die Zahlen ungefähr gleich sind, nutze ich diese Mal, um das große Interesse am Fußball in Deutschland zu verdeutlichen und die neue Kategorie zu begründen.

Nun möchte ich den Vergleich mit den Religionen natürlich noch zu Ende führen. In Deutschland verteilen sich jeweils ca. 31 % der Bevölkerung auf die evangelische- bzw. katholische Glaubensgemeinschaft. Das macht dann ca. 25 Mio. Gläubige pro Kircheninstitution. Da scheint der Fußball dann ja tatsächlich mehr Anhänger zu haben. Somit scheint der Amerikaner aus dem Weser-Kurier nicht im Unrecht gewesen zu sein.

Unter anderen Gesichtspunkten ist dieser Vergleich natürlich quatsch, da viele Fußballfans dann einem Doppelglauben verfallen wären. Ich im Übrigen auch. Da dieses gegen mindestens eines der zehn Gebote verstößt, soll der Fußball hier in Zukunft eher nicht religiös dargestellt werden. Ich schließe aber nicht aus, dass der ominöse Fußballgott gelegentlich Erwähnung findet. Grundlage dieser Kategorie ist also einfach nur, die hohe Anzahl von Fußballfans mit einigen Berichten zu ihrem Hobby zu bedienen.

*Hier möchte ich übrigens noch mal die Gelegenheit nutzen und fordere die Heraufstufung des Varreler Sportplatzes in Maltes Top Zehn Stadien auf Platz Zwei!!!

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