von Philalex89

Donnerstag, den 9. Juli

Heute wollten wir unbedingt in ein Museum gehen und Marcus und ich hatten Lust auf moderne Kunst, die uns in Washington D.C. und New York so gut gefallen hatte. Früh waren wir im Zentrum, schickten im Internetcafè E-Mails an die Lieben nach Hause, kauften Opernkarten und suchten darauf das Museo d’Arte Moderne. Unsere Suche führte uns in einige luxuriöse Hauseingänge, aus denen wir von reizenden italienischen Empfangsdamen herauszitiert wurden. Die Galerie sollte an einem unglaublich blumig klingenden Platz namens Piazza Forti gelegen sein.

Es stellte sich heraus, dass das Ausmaß dieses Platzes der Größe eines Hinterhofs entsprach, tatsächlich war es der Hinterhof des Museums. Am Tresen empfing uns eine mürrische Museumsmitarbeiterin ohne Englischkenntnisse, die uns zu verstehen gab, dass die Hälfte der Ausstellung wegen Bauarbeiten nicht zu betreten sei. Alles in Allem schien sie sich über Besucher zu wundern und fühlte sich in ihrer Kaffeepause gestört. Als einzige Touristen in dieser Galerie wurden wir von zwei SMS schreibenden Museumswächterinnen hartnäckig verfolgt, die ihre Arbeitsernergie des ganzen Tages auf uns zu konzentrieren versuchten. Vermutlich würden wir die einzigen Besucher bleiben. Ob das wohl an der nicht gerade besucherfreundlichen Lage lag? Eine geschälte Ziege war der Höhepunkt der Ausstellung, woran Gunter von Hagens sicherlich seine Freude gehabt hätte. An manch anderen Plastiken und Gemälden hatten wir mehr Gefallen.

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Den Rest des Tages liefen wir herum, informierten uns über unsere Weiterfahrt nach Ravenna und verglichen die Preise der Restaurants. Wir entschieden uns für eines, in dem es Pasta für fünf Euro gab. Hier haben wir gelernt, dass Pasta in Italien nur eine Vorspeise ist und hungrig verließen wir das Lokal, um noch eine Pizza für unterwegs zu erstehen.

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