Archive for November, 2009


In Case of Emergency

von Mottenfarbtopp

Hallöle allesamt,

Folgendes möchte ich gerne an euch weitergesandt wissen – ich halte es für eine sinnvolle Sache; jedoch nur wenn es breitere Anwendung erfährt.

 

„Die Retter und Ambulanzfahrer haben bemerkt, dass bei Straßenunfällen die
meisten Verwundeten ein Mobil-Telefon bei sich haben.
Bei den Einsätzen weiß man aber nicht, wer aus diesen langen Kontaktlisten
zu kontaktieren ist. Ambulanzfahrer haben also vorgeschlagen, dass jeder in
seine Kontaktlisten die im Notfall zu kontaktierende Person unter dem selben
Pseudo einträgt.
Das international anerkannte Pseudo ist :
ICE ( = In Case of Emergency).

Unter diesem Namen sollte man die Person eintragen, welche in Notfall
durch Polizei, Feuerwehr oder erste Hilfe anzurufen ist.
Sind mehrere Personen zu kontaktieren, braucht man ICE1, ICE2, ICE3, usw.

Leicht, kostet nichts, kann aber viel bringen.

Bitte diese Meldung weiterleiten, damit dieses Verfahren üblich wird!

Dietmar Haack
Polizeidirektion Emmendingen
Kriminalpolizei“

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Werther

Mit aktuellem Anlass: Stefan Niggemeier vs. Frédéric Valin (Spreeblick)

Ich habe wenig Lust meine Auffassung zu Formulieren und mit Studien zu belegen, wie es hier beide Seiten tun.¹

Ein Aspekt sei dem kritischen Leser hervorgehoben:

Niggemeier empfiehlt:

Beschreibe den Suizidenten, die Methode, den Ort, die Lebensverhältnisse und die Gründe so abstrakt, dass sie kein Anschauungsmaterial mehr enthalten, das einer möglichen Identifikation und Enthemmung Vorschub leisten könnte (nach W. Ziegler und U. Hegerl, 2002).

Ich möchte den Versuch nicht wagen, eine Adäquate Schlagzeile, geschweige denn einen Artikel zum aktuellen Fall zu entwerfen. Alternativ auf eine Berichterstattung zu verzichten bietet sich nicht an. Der Verzicht auf detaillierte Darstellungen und Analysen hat zwangsläufig den Verzicht auf Informationsfreiheit zur Folge.
Gedanke: Was passiert in Zeiten des Internets und der Blogsphäre, wenn Medien über ein Ereignis nicht oder in ungenügender Form berichten? (Die Bild-Zeitung hat die Zeichen der Zeit in diesem Zsh. m.W. als erstes Printmedium erkannt.)
Weiter zu überlegende Aspekte sind klar: Kriminalisierung unangemessener² Berichterstattung, Aufgabe der Informationsfreiheit,

Anderer Aspekt: Was zählen „ungezählte wissenschaftliche Studien“ [Zitat S. Niggemeier] in einer Diskussion, wenn ebensolche auch von der Gegenseite ins Feld geführt werden können und geführt werden? Ist eine weitere Iteration durch (qualifizierte) Analyse und Überprüfung der Quellen nötig und/oder realisierbar?

Kommentare erbeten.

______________

¹ Ein Vergleich des Qualitätsstandards von Blogs und Printmedien bietet sich an.
² Quis custodiet ipsos custodes?

minima de malis

Altes Thema, verweise an dieser Stelle auf http://blog.fefe.de/?ts=b5fc16c1.

Beide Möglichkeiten sind schlecht.

Was also ist das geringere der Übel? Kommentare erbeten.

Beobachtungen

von Philalex89

Ein Hund liegt mit Sonnenbrille und Käppi im Ubahnschacht, vor ihm ein alter Starbucks-Pappbecher, und bettelt mit Hundeaugen für sein Herrchen, der ein paar Meter weiter versucht alte Bahntickets wieder zu verkaufen;

eine Gruppe Punks kettet mit Handschellen willkürlich (?) einen Passanten an einen Fahrradständer;

im dämmrigen Park vor dem Fernsehturm zünden sich im nass-kalten Nieselregen zwei junge Männer eine Haschpfeife an;

ein Obdachloser mit rot aufgedunsenem Gesicht will sich im Eingangsbereich eines Supermarktes aufwärmen, wird von einem ihn duzenden Sicherheitsmann „überredet“ hinauszugehen, um seine Nacht bei sechs Grad Außentemperatur im Freien zu verbringen;

eine Sinti-und-Roma-Mutter geht mit ihren Kindern auf der Straße auf Menschen zu, ob sie Englisch sprechen würden, versucht per Pappschildchen auf ihre Armut aufmerksam zu machen und kauft schließlich bei McDonalds mehrere Maxi Menues;

ein stiernackiger, narbiger Mann mit hochgeklapptem Kragen und Baseballmütze sitzt in der Ubahn, wippt hin und her, schaut nervös und verängstigt seine Sitznachbarn an und stiert schließlich nur noch wippend auf den Boden;

500-600 Stundenten besetzen friedlich das Audimax, während eine Hundertschaft der Polizei das Gebäude umstellt und die Unileitung nicht für Gespräche offen ist;

ein 19-jähriger steht zehn Stunden am Tag auf dem Alexanderplatz und versucht Passanten anzuhalten und davon zu überzeugen, den „WWF“ zu unterstützen, oft vergeblich, da sie (die Passanten) schon von der „Berliner Morgenpost“, „Amnesty International“ und „Aktion Tier“ angesprochen wurden;

15 Punks sitzen um zwei Kisten Sternburger Bier, zwei von ihnen betteln Passanten mit Pappbechern an;

von einem Tag auf den anderen sind alle Uniwanduhren fünf Minuten vorgestellt, so scheint es;

jeder Mülleimer wird per Hand nach Leergut untersucht;

ein Drittel der Berliner Raucher raucht angeblich „Ling“-Zigarretten, käuflich in Ubahnstationen zu erwerben;

ein aufgeregter Tourist photographiert den Fernsehturm im Nebel;

alles wahr, gesehen, gehört, beobachtet auf den Straßen Berlins.

 

 

Platon’s Songs

von philales89

Schon der alte Platon machte sich Gedanken über die Bildungspolitik. In seinem Werk „Der Staat“ (gr. Politeia, wörtlich „Die Verfassung“) diskutiert sein Lehrer Sokrates mit anderen jungen Menschen im Hause des Oligarchen Kephalos in der Athener Hafenstadt Piräus. Den Fußballinteressierten müsste dieser Stadtteil durchaus geläufig sein.

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