Nach dem von der EU festgelegten, stufenweisen Verschwinden der herkömmlichen Glühbirne sind wohl ein Paar hinweise zum Umgang mit Energiesparlampen angebracht. Ein Beitrag beim BR (jawohl, gebührenfinanziert und doch ausnahmsweise mal ganz gut) beleuchtet das ganze mal. Ich zitiere, was im Falle einer zerbrochenen Sparlampe zu tun ist:

„Suchen sie sich ein Glas mit Schraubverschluss und sammeln die großen Stücke ein. Nehmen sie ein Stück Pappe und kehren sie die restlichen Scherben zusammen. Jetzt nehmen sie zu Hilfe ein Blatt Papier, kehren mit der Pappe die Scherben auf dieses Papier und schütten vorsichtig die Scherben ins Glas. Dann könne sie am besten einen feuchten Lappen nehmen und damit versuchen, die kleinen Scherbensplitter zu entfernen. Tun sie auch den feuchten Lappen mit in das Glas. Die Handschuhe müssen sie mit entsorgen. Und zur Sicherheit können sie einen Aufkleber anbringen: Achtung kann Quecksilberreste enthalten.
Andreas Beier, Verbraucherzentrale Bayern

Nagut, die größeren Scherben sind nun beseitigt. Im falle einer normalen Glühbirne würde man nun vermutlich die kleinsten splitter mit dem Staubsauger wegsaugen. Doch das sollte man hier ganz schnell vergessen:

Den kontaminierten Teppich dann am besten ausschneiden und entsorgen – auf keinen Fall aber saugen.

„Das Quecksilber, das zunächst in flüssiger Form im Boden drin liegt, wird in den Staubsauger hineingerissen, wird damit zerrissen, zu ganz kleinen Tröpfchen. Diese ganz kleinen Tröpfchen gehen durch den Staubsaugerbeutel voll durch. Mit anderen Worten: Sie kommen hinten wieder raus, man bläst sie richtiggehend in die Luft. Das ist der Supergau (Anm: Er hat Supergau gesagt!!! Bastian Sick, übernehmen Sie!) .“
Prof. Gustav Drasch, Institut für Rechtsmedizin LMU München

Das macht ja alles Sinn, schließlich spart man sich so nicht nur den Strom für die herkömmliche Lampe sondern auch gleich noch den für den Staubsauger! Da hat wohl doch mal jemand mitgedacht bei der EU.

Und da die EU offensichtlich noch nicht genug reguliert, gleich noch was neues aus den Händen derer, die offenbar pro A4-Seite bezahlt werden:

Fernseher müssen innerhalb der EU nach 4 Stunden ohne „Benutzerinteraktion“ ausgehen. (Quelle, PDF, Seite 6 (=47), Abschnitt d) Das geht bestimmt auf die Sportsbarbetreiberlobby zurück, die in den so künstlich geschaffenen Pausen auf mehr Bestellungen hofft.

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