Am 17.12.09 kam der Film „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ in die Kinos – ein Film, über den schon im Voraus ein unglaublicher Rummel gemacht worden ist. „Teuerste Filmproduktion aller Zeiten“ war allenthalben zu hören, überall sah man in Trailern blaue Humanoide durch den Dschungel fliegen/laufen/klettern… Es gab allenthalben regelrechte Abhandlungen, die schon im Voraus das Scheitern des Filmes prophezeit haben. „Der Zeit hinterher“, wurde oftmals geschrieben. Heute krähe kein Hahn mehr nach der Thematik, vor allem Computerspielern böte der Film nichts neues und sei uninteressant.

Meine persönliche Neugierde war schon geweckt, als ich den Trailer das erste mal sah – damals noch ohne jegliche Erklärungen, einfach ein paar zusammenhangslose Bilder, die ohne weiteres kaum Sinn ergaben. Was tat ich? Ich habe Wikipedia gefragt. Und danach war mir klar, den Film will ich sehen. Der Rummel schwoll an, oben erläuterte Entwicklung bahnte sich an – und ich war sowieso schon restlos in den Netzen einer guten Marketingkampagne verheddert. Seis drum. Am 19.12. habe ich den Film dann also gesehen – in Berlin, im Cinemaxx am Sony Center (die Eintrittspreise grenzen an Wegelagerei -.-‚). Und am 30.12. habe ich ihn in Bremen nochmal geguckt. Beide Male in 3D. Für mich ist der Film einer der besten Filme der letzten Jahre. Er macht nicht viel neu, aber alles richtig. Die Effekte sind großartig, die Geschichte wirkt alles andere als Hanebüchen sondern ist glaubwürdig inszeniert. Und die Kultur der „Navi“ wirkt ebenfalls sehr glaubhaft; sie ist z.T. sogar innovativ (das „verlinken“ (so nenne ich es mangels einer besseren Bezeichung) zum Beispiel ist mir in der Form noch nicht bekannt). Zu kritisieren wäre maximal, dass die Navi natürlich wieder sehr nahe am Menschen entworfen worden sind.

Und am Rande seiner epischen Geschichte ist stehts der erhobene Zeigefinger. Gerne möchte man annehmen, dass der Mensch so etwas in Wirklichkeit niemals täte – Genozid aufgrund von ökonomischen Interessen. Doch gerade die Naturnähe der Navi, die viele Parallelen zu verschiedenen menschlichen Kulturen aufweist, beispielsweise den amerikanischen Ureinwohnern, denen dasselbe Schicksal widerfahren ist, hält einem permanent vor Augen, wie schrecklich realistisch das Szenario ist.

Um noch einmal abschließend auf das angekündigte „Scheitern“ des Filmes zurückzukommen – das ist er nicht. Ganz im Gegenteil, er gilt bereits jetzt als erfolgreichster Film aller Zeiten.

Ich möchte nur abschließend eine absolute Empfehlung aussprechen. Wer es irgendwie geschafft haben sollte, ihn noch nicht zu sehen: der Trailer.

Frohes neues euch allen 😉

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