Archive for Januar, 2010


Januar

So wie angekündigt – und ein wenig verspätet – das erste Kalenderblatt, mit Thema: Leoparden – für mich die elegantesten Tiere Afrikas mit einer unglaublichen Kraft und Schönheit. Eine Antilope (die nicht weniger wiegt, als ein Leopard selbst) den rettenden 7m hohen Baum hochzuhieven, passiert scheinbar mühelos im Bruchteil einer Sekunde, man ist sich kaum sicher, ob wahr ist, was man eben beobachtet hat.

Avatar

Am 17.12.09 kam der Film „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ in die Kinos – ein Film, über den schon im Voraus ein unglaublicher Rummel gemacht worden ist. „Teuerste Filmproduktion aller Zeiten“ war allenthalben zu hören, überall sah man in Trailern blaue Humanoide durch den Dschungel fliegen/laufen/klettern… Es gab allenthalben regelrechte Abhandlungen, die schon im Voraus das Scheitern des Filmes prophezeit haben. „Der Zeit hinterher“, wurde oftmals geschrieben. Heute krähe kein Hahn mehr nach der Thematik, vor allem Computerspielern böte der Film nichts neues und sei uninteressant.

Meine persönliche Neugierde war schon geweckt, als ich den Trailer das erste mal sah – damals noch ohne jegliche Erklärungen, einfach ein paar zusammenhangslose Bilder, die ohne weiteres kaum Sinn ergaben. Was tat ich? Ich habe Wikipedia gefragt. Und danach war mir klar, den Film will ich sehen. Der Rummel schwoll an, oben erläuterte Entwicklung bahnte sich an – und ich war sowieso schon restlos in den Netzen einer guten Marketingkampagne verheddert. Seis drum. Am 19.12. habe ich den Film dann also gesehen – in Berlin, im Cinemaxx am Sony Center (die Eintrittspreise grenzen an Wegelagerei -.-‚). Und am 30.12. habe ich ihn in Bremen nochmal geguckt. Beide Male in 3D. Für mich ist der Film einer der besten Filme der letzten Jahre. Er macht nicht viel neu, aber alles richtig. Die Effekte sind großartig, die Geschichte wirkt alles andere als Hanebüchen sondern ist glaubwürdig inszeniert. Und die Kultur der „Navi“ wirkt ebenfalls sehr glaubhaft; sie ist z.T. sogar innovativ (das „verlinken“ (so nenne ich es mangels einer besseren Bezeichung) zum Beispiel ist mir in der Form noch nicht bekannt). Zu kritisieren wäre maximal, dass die Navi natürlich wieder sehr nahe am Menschen entworfen worden sind.

Und am Rande seiner epischen Geschichte ist stehts der erhobene Zeigefinger. Gerne möchte man annehmen, dass der Mensch so etwas in Wirklichkeit niemals täte – Genozid aufgrund von ökonomischen Interessen. Doch gerade die Naturnähe der Navi, die viele Parallelen zu verschiedenen menschlichen Kulturen aufweist, beispielsweise den amerikanischen Ureinwohnern, denen dasselbe Schicksal widerfahren ist, hält einem permanent vor Augen, wie schrecklich realistisch das Szenario ist.

Um noch einmal abschließend auf das angekündigte „Scheitern“ des Filmes zurückzukommen – das ist er nicht. Ganz im Gegenteil, er gilt bereits jetzt als erfolgreichster Film aller Zeiten.

Ich möchte nur abschließend eine absolute Empfehlung aussprechen. Wer es irgendwie geschafft haben sollte, ihn noch nicht zu sehen: der Trailer.

Frohes neues euch allen 😉

EUrrsinn

Nach dem von der EU festgelegten, stufenweisen Verschwinden der herkömmlichen Glühbirne sind wohl ein Paar hinweise zum Umgang mit Energiesparlampen angebracht. Ein Beitrag beim BR (jawohl, gebührenfinanziert und doch ausnahmsweise mal ganz gut) beleuchtet das ganze mal. Ich zitiere, was im Falle einer zerbrochenen Sparlampe zu tun ist:

„Suchen sie sich ein Glas mit Schraubverschluss und sammeln die großen Stücke ein. Nehmen sie ein Stück Pappe und kehren sie die restlichen Scherben zusammen. Jetzt nehmen sie zu Hilfe ein Blatt Papier, kehren mit der Pappe die Scherben auf dieses Papier und schütten vorsichtig die Scherben ins Glas. Dann könne sie am besten einen feuchten Lappen nehmen und damit versuchen, die kleinen Scherbensplitter zu entfernen. Tun sie auch den feuchten Lappen mit in das Glas. Die Handschuhe müssen sie mit entsorgen. Und zur Sicherheit können sie einen Aufkleber anbringen: Achtung kann Quecksilberreste enthalten.
Andreas Beier, Verbraucherzentrale Bayern

Nagut, die größeren Scherben sind nun beseitigt. Im falle einer normalen Glühbirne würde man nun vermutlich die kleinsten splitter mit dem Staubsauger wegsaugen. Doch das sollte man hier ganz schnell vergessen:

Den kontaminierten Teppich dann am besten ausschneiden und entsorgen – auf keinen Fall aber saugen.

„Das Quecksilber, das zunächst in flüssiger Form im Boden drin liegt, wird in den Staubsauger hineingerissen, wird damit zerrissen, zu ganz kleinen Tröpfchen. Diese ganz kleinen Tröpfchen gehen durch den Staubsaugerbeutel voll durch. Mit anderen Worten: Sie kommen hinten wieder raus, man bläst sie richtiggehend in die Luft. Das ist der Supergau (Anm: Er hat Supergau gesagt!!! Bastian Sick, übernehmen Sie!) .“
Prof. Gustav Drasch, Institut für Rechtsmedizin LMU München

Das macht ja alles Sinn, schließlich spart man sich so nicht nur den Strom für die herkömmliche Lampe sondern auch gleich noch den für den Staubsauger! Da hat wohl doch mal jemand mitgedacht bei der EU.

Und da die EU offensichtlich noch nicht genug reguliert, gleich noch was neues aus den Händen derer, die offenbar pro A4-Seite bezahlt werden:

Fernseher müssen innerhalb der EU nach 4 Stunden ohne „Benutzerinteraktion“ ausgehen. (Quelle, PDF, Seite 6 (=47), Abschnitt d) Das geht bestimmt auf die Sportsbarbetreiberlobby zurück, die in den so künstlich geschaffenen Pausen auf mehr Bestellungen hofft.