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März

Fast in Vergessenheit geraten angesichts pflegerischer Bemühungen – die monatliche kleine Afrikareise.

Der März steht den Elefanten zur Verfügung – wer liebt sie nicht? Wie große Büsche oder Bäume erkennt man sie bereits aus Kilometern Entfernung. Völlig unbeschattet kann man sich direkt in eine Herde stellen, zwar immer mit dem Gefühl beobachtet zu werden, doch ohne reale Bedrohung (abgesehen von pubertierenden männlichen Bullen).

Zieht man durch die afrikanischen Lande fällt die Masse an abgeknabberten stammgroßen Zweigen auf, die sich mitten in der Prärie sammeln bzw. junge Baumbestände, die aussehen als wären sie von einem Panzer plattgefahren worden. Grund hierfür ist die Ernährungsweise der Elefanten: sie futtern nicht gleich den ganzen Baum auf (denn Blätter sind bläks), sondern brechen sich mundgerecht Äste ab, die sie so lange lutschen, bis die gesamte Rinde ab ist – nur die scheint ihnen wirklich zu munden.

Ansonsten – Elefanten lieben es, sich im Dreck zu baden, mit Sand zu pudern oder einem Hippo, der große Tiraden macht, tief in die Augen zu blicken, ihre Kleinen zwischen ihren Stammbeinen hin- und herhoppsen zu lassen, mit ihren Rüsseln (die wohl über mehrere hunderte verschiedene Muskeln verfügen) hin- und herzuschlenkern oder kubikmeter dicke Kotberge zu hinterlassen.

Keine Angst

So der Titel des FilmMittwoch im Ersten am 10.03.2020. Die Story beklemend und erdrückend. Ständig das Gefühl, gleich müsse doch die Erlösung kommen – es folgt ein Rückschlag nach dem aderen. Nein es folgt eine Katastrophe nach der anderen. Sicherlich schwer vorstellbar, dass dies alles einem einzigen Mädchen wiederfahren kann und doch bleiben Zweifel. Eindrucksvoll schildert der Film eine Welt, ganz außerhalb des Vorstadtidyls. Dabei spielt sich alles selber in einer „Vorstadt“ ab. Die Vorstadt der Zukunft? Sollte dies so sein, brauchen wir uns keine Sorgen um fossile Energien, Co2 oder Atomwaffen machen. Was da an Problemen wächst hat keine Halbwertzeit, es wächst immer neu nach.

Bleibt zu hoffen, das der Film nur ein Film ist und die Realität anders ausschaut. Ansonsten sollte das nächste Konjukturpaket keine neuen Autobahnen bauen oder alte sanieren. Und wenn es doch um Autobahnen gehen soll, dann bitte schön die „soziale Autobahn“. Auf das die „Vorstadt“ wieder angeschlossen wird und kein Abstelgleis wird!

Keine Angst? Gelogen, ich habe Angst!