Archive for Juni, 2010


Tobermorit

Hallo werte Leser. Ich möchte an dieser Stelle einmal in kurzer Eigenwerbung den Hinweis streuen, dass ich mittlerweile auch wieder „auf eigener Seite“ blogge: www.tobermorit.wordpress.com

Der Grund dafür ist simpel; der Großteil meines kreativen „Outputs“ ist eher in die Kategorie Blödsinn einzuordnen, mit dem ich dieser Seite nicht wirklich gerecht werde. Vorteil an diesem Blödsinn ist auch, dass er meist nicht so Zeitintensiv ist, wie ein vernünftiger Artikel. Letztere werde ich auch weiterhin hier posten. Netzfundstücke und ähnliches werden allerdings dann eher auf Tobermorit erscheinen, wie ich hoffe, auch in höherer Frequenz.

Ansonsten wünsche ich der studierenden Allgemeinheit eine so wenig unerfreuliche Prüfungszeit wie möglich 😉

Juni

So Prüfungen haben nix erlaubt außer Prüfungen, deswegen beginnt der Juni ein wenig später 😉

Thema sind Hippos und Nashörner, beide kolossale dicke Wesen, die meist gemächlich durch die Savanne schnuppern.

Hippos ärgern sich gerne mit badenden Elefanten und reißen ihr Maul inklusive dicker Zähne weit auf … und beeindrucken damit jeden, außer Elefanten. Sie trauen sich erst nachts aus dem Gewässer hinaus, wenn man Glück hat, erwischt man genau den richtigen Zeitpunkt und eine Kolonne dicker Popos wackelt aus dem Wasser.

Nashörner sind sehr scheu, schnell wenn nötig, leben als Einzelgänger und haben Ohren wie antiquierte Lautsprecher. Nur sehr selten sieht man sie wie auf den Bildern in einer großen Gruppe. Ihre Spuren in den Weiten Afrikas hinterlassen sie ihn Form weit ausladender Flächen und mit dem Hintern verteiltem Kot.

Als ich mich im Urlaub in Südfrankreich mit einem Geoinformatiker über den Sinn und die Wissenschaftlichkeit der Geisteswissenschaften stritt, ist mir klar geworden, welche schwierige Position die Literaturwissenschaft im akademischen Feld verteidigen muss. Für den technikbegeisterten Geographen hätten Untersuchungen nur einen Anspruch auf das Prädikat „Wissenschaftlichkeit“, wenn sie durch quantitative Statistiken belegt werden könnten und, unter den gleichen Umständen wiederholt, das gleiche Ergebnis lieferten. Alles andere sei Sache des Gefühls, quasi Privatsache und keine Wissenschaft. In mir regte sich heftiger Widerstand, doch das Gegenteil konnte ich ihm nicht beweisen.

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