Category: Gesehen


Es hat sich wieder einiges aufgestaut. Wenn der aufmerksame Beobachter täglich durch die Weiten des WWW und sonstiger medialen Massenabfertigung rauscht, fallen ihm  immer wieder zotige Schoten auf, die ich euch natürlich nicht vorenthalten will.

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Juni

So Prüfungen haben nix erlaubt außer Prüfungen, deswegen beginnt der Juni ein wenig später 😉

Thema sind Hippos und Nashörner, beide kolossale dicke Wesen, die meist gemächlich durch die Savanne schnuppern.

Hippos ärgern sich gerne mit badenden Elefanten und reißen ihr Maul inklusive dicker Zähne weit auf … und beeindrucken damit jeden, außer Elefanten. Sie trauen sich erst nachts aus dem Gewässer hinaus, wenn man Glück hat, erwischt man genau den richtigen Zeitpunkt und eine Kolonne dicker Popos wackelt aus dem Wasser.

Nashörner sind sehr scheu, schnell wenn nötig, leben als Einzelgänger und haben Ohren wie antiquierte Lautsprecher. Nur sehr selten sieht man sie wie auf den Bildern in einer großen Gruppe. Ihre Spuren in den Weiten Afrikas hinterlassen sie ihn Form weit ausladender Flächen und mit dem Hintern verteiltem Kot.

Mai

So ihr Lieben, der Blog ist ja ein wenig eingeschlafen, höchste Zeit für Afrika im Mai!

Thema ist – wie könnte es anders sein – die Vielfalt der Vogelarten Südafrikas! Und die kann sich sehen lassen – staunend schon am ersten Tag erblickt man in jedem Busch, am Grund, in jeder vorstellbaren Form, Farbe und Größe unterschiedlichste Arten. Genauere Beschreibungen s.u.  😉

April

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Der schöne April eingeleitet (oder inzwischen eher begleitet) durch: Hyänen, Wildhunde und einen munteren afrikanischen Schakal.

Wildhunde sind als ursprünglich einheimische (und nicht eingeführte!) Tiere Afrikas kaum bekannt, jedoch die effektivsten und ausdauerndsten Jäger und inzwischen selten geworden – der Erfolg eines jeden Rangers ist es, ein Rudel aufzuspüren. Ist man einmal unter ihnen fühlt man sich in einem kleinen übermütigen Kindergarten – voller Lebenslust mit ihren Welpen tollend, immer auf dem Sprung, nie in Ruhe oder Trägheit verharrend, sondern ständig den nächsten Moment erwartend. Dementsprechend asketisch dratig ist ihr Körper, das Fell passt sich der Umgebung so perfekt an, dass sie in den Büschen der Savanne verschwinden.

Hyänen als unberechtigt verhasste Tiere, erstaunen in ihrer völligen Normalheit und mit ihren hübschen großen Bärenohren – ausgenommen natürlich die Tatsache, dass sie ganz gut in der Lage sind sich von Knochen zu ernähren und daraus resultierende Abbauprodukte als weißen (Calcium!) Kot wieder ausschzueiden.

Schakale hört man häufiger, als dass man sie wirklich sieht – einzige Gelegenheit bot sich uns bei einer kräftigen Löwenmahlzeit; der kluge kleine (nein eher winzig wirkende) Aasfresser Schakal stibitzte sich ein Stück der Beute und vertilgte es nervös um sich blickend ob der im Vergleich zu ihm Riesen von Löwen.

Gleich ist ihnen allen, dass sie im Gegensatz zu den katzenähnlichen Räubern Löwen, Geparden und Leoparden den hundeähnlichen Raubtieren angehörig sind.

Zu Gast bei Feinden

Heute abend gucte ich wie immer ZDF Auslandsjournal und ein Bericht regte doch einige Fragen in mir.

Ein englischer Reporter afghanischer Herkunft war bei einem Talibanterrordorf zu Gast und schaute zu und kommentierte ganz fröhlich, wie die Taliban Bomben bauten um „Ungläubige“ zu töten, und das war das erste mal, dass ich dachte, ist ja toll der guckt jetzt zu wie sie einen Mord vorbereiten und macht nix dagegen, aber es ging noch weiter. Der Mann wurde komplett in den Plan eingeweiht und war sogar live mit Kamera dabei, wie sie mehrmals versuchten amerikanische Konvois in die Luft zu jagen, dass dies nicht klappte war eher der unfähigkeit der Attettäter zu verdanken, und er wurde von seinem Gastgeber in Sicherheit gebracht, bevor ihn das Talibangericht der Spionage bezichtigen konnte. Doch die Frage ist doch, was hätte er getan wenn es geklappt hätte, hätte er die zerfledderten Amerikaner gefilmt und ihnen beim verbluten zugeguckt anstatt ihnen zu helfen? Wär er mit den Taliban zurück geflohen und hätte den nächsten Angriff mitvorbereitet?  Ganz Konkret, wann wird ein Journalist zum Mittäter, juristisch als auch moralisch, mir ist klar dass aufklärung wichtig ist, aber wie weit darf diese gehen, ohne dass man sich vorwerfen lassen muss mit den Aggressoren unter einer Decke zu stecken, in diesem Falle wäre von den amerikanern sicherlich auch auf ihn geschossen worden.

Kommentare erwünscht.

mfg FatJoe

hier kann sich jeder selber ein bild davon machen, ist der erste beitrag

Six Degrees

Vielleicht habt ihr schon einmal etwas von der „urbanen Legende“ gehört, dass jeder Mensch jeden beliebigen anderen Menschen dieser Erde über maixmal sechs Ecken kenne?

Ich weiß noch wann und von wem ich die Geschichte das erste Mal hörte: von Eike. Vor Jaaahren. Vergessen habe ich es nicht, weil ich den Gedanken sehr interessant fand. Ich glaube, Eike machte es mir damals am Beispiel Donald Rumsfeld, damals noch Amerikanischer Minister, glaubhaft. Rumsfeld selbst stammt aus Deutschland – und irgendwie kannte Eike irgendwen, der ihn kannte. Und zack, war auch die Verbindung z.B. zu Schorsch himself hergestellt. Fand ich beeindruckend. Nun bin ich eben auf zachseinblog.de auf eine Dokumentation der BBC gestoßen, die sich mit eben diesem Thema wissenschaftlich auseinandersetzt. Mir persönlich gingen die ganzen Kreismalereien der werten Herren Wissenschaftler zwar irgendwann ziemlich auf den Keks, aber sehenswert ist es alle Mal: Klick mich

Im Übrigen kam ich dabei ins Nachdenken: wohin habe ich denn „Verlinkungen“ von denen ich weiß? Die erste Ebene ist noch überschaubar, aber schon in der zweiten wird es absolut unübersichtlich. Trotzdem hier einmal der Versuch einer Liste der Länder, von denen ich weiß, dass ich Leute dort kenne oder jemanden kenne der dort jemanden kennt:

Frankreich, USA, England, Irland, Holland, Schweiz, Österreich, Italien, Spanien, Russland, Ukraine, Polen, Dänemark, Schweden, Norwegen, Rumänien, Irak, Türkei, China, Japan, Indien, Sri Lanka, Japan, Australien, Neuseeland, Ghana, Elfenbeinküste, Mexiko, Kanada, Costa Rica, Brasilien, Peru, Chile…

Wenn ich noch ein bisschen nachdenke, fallen mir garantiert noch ein paar mehr ein. Das jetzt auf dem Globus betrachtet, ist schon ziemlich weit gestreut, denke ich. Und wenn sich das Potenziert… Allein Deutschland ist von „Verlinkungen“ derart überflutet, spätestens seit mein Jahrgang sich zum Studium in die Welt gestreut hat, dass ich kaum glaube innerhalb Deutschlands beim Großteil der Bevölkerung sechs Ecken zu brauchen.

Wie siehts bei euch aus, wie könnt ihr meine Links ergänzen?

Avatar

Am 17.12.09 kam der Film „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ in die Kinos – ein Film, über den schon im Voraus ein unglaublicher Rummel gemacht worden ist. „Teuerste Filmproduktion aller Zeiten“ war allenthalben zu hören, überall sah man in Trailern blaue Humanoide durch den Dschungel fliegen/laufen/klettern… Es gab allenthalben regelrechte Abhandlungen, die schon im Voraus das Scheitern des Filmes prophezeit haben. „Der Zeit hinterher“, wurde oftmals geschrieben. Heute krähe kein Hahn mehr nach der Thematik, vor allem Computerspielern böte der Film nichts neues und sei uninteressant.

Meine persönliche Neugierde war schon geweckt, als ich den Trailer das erste mal sah – damals noch ohne jegliche Erklärungen, einfach ein paar zusammenhangslose Bilder, die ohne weiteres kaum Sinn ergaben. Was tat ich? Ich habe Wikipedia gefragt. Und danach war mir klar, den Film will ich sehen. Der Rummel schwoll an, oben erläuterte Entwicklung bahnte sich an – und ich war sowieso schon restlos in den Netzen einer guten Marketingkampagne verheddert. Seis drum. Am 19.12. habe ich den Film dann also gesehen – in Berlin, im Cinemaxx am Sony Center (die Eintrittspreise grenzen an Wegelagerei -.-‚). Und am 30.12. habe ich ihn in Bremen nochmal geguckt. Beide Male in 3D. Für mich ist der Film einer der besten Filme der letzten Jahre. Er macht nicht viel neu, aber alles richtig. Die Effekte sind großartig, die Geschichte wirkt alles andere als Hanebüchen sondern ist glaubwürdig inszeniert. Und die Kultur der „Navi“ wirkt ebenfalls sehr glaubhaft; sie ist z.T. sogar innovativ (das „verlinken“ (so nenne ich es mangels einer besseren Bezeichung) zum Beispiel ist mir in der Form noch nicht bekannt). Zu kritisieren wäre maximal, dass die Navi natürlich wieder sehr nahe am Menschen entworfen worden sind.

Und am Rande seiner epischen Geschichte ist stehts der erhobene Zeigefinger. Gerne möchte man annehmen, dass der Mensch so etwas in Wirklichkeit niemals täte – Genozid aufgrund von ökonomischen Interessen. Doch gerade die Naturnähe der Navi, die viele Parallelen zu verschiedenen menschlichen Kulturen aufweist, beispielsweise den amerikanischen Ureinwohnern, denen dasselbe Schicksal widerfahren ist, hält einem permanent vor Augen, wie schrecklich realistisch das Szenario ist.

Um noch einmal abschließend auf das angekündigte „Scheitern“ des Filmes zurückzukommen – das ist er nicht. Ganz im Gegenteil, er gilt bereits jetzt als erfolgreichster Film aller Zeiten.

Ich möchte nur abschließend eine absolute Empfehlung aussprechen. Wer es irgendwie geschafft haben sollte, ihn noch nicht zu sehen: der Trailer.

Frohes neues euch allen 😉

Beobachtungen

von Philalex89

Ein Hund liegt mit Sonnenbrille und Käppi im Ubahnschacht, vor ihm ein alter Starbucks-Pappbecher, und bettelt mit Hundeaugen für sein Herrchen, der ein paar Meter weiter versucht alte Bahntickets wieder zu verkaufen;

eine Gruppe Punks kettet mit Handschellen willkürlich (?) einen Passanten an einen Fahrradständer;

im dämmrigen Park vor dem Fernsehturm zünden sich im nass-kalten Nieselregen zwei junge Männer eine Haschpfeife an;

ein Obdachloser mit rot aufgedunsenem Gesicht will sich im Eingangsbereich eines Supermarktes aufwärmen, wird von einem ihn duzenden Sicherheitsmann „überredet“ hinauszugehen, um seine Nacht bei sechs Grad Außentemperatur im Freien zu verbringen;

eine Sinti-und-Roma-Mutter geht mit ihren Kindern auf der Straße auf Menschen zu, ob sie Englisch sprechen würden, versucht per Pappschildchen auf ihre Armut aufmerksam zu machen und kauft schließlich bei McDonalds mehrere Maxi Menues;

ein stiernackiger, narbiger Mann mit hochgeklapptem Kragen und Baseballmütze sitzt in der Ubahn, wippt hin und her, schaut nervös und verängstigt seine Sitznachbarn an und stiert schließlich nur noch wippend auf den Boden;

500-600 Stundenten besetzen friedlich das Audimax, während eine Hundertschaft der Polizei das Gebäude umstellt und die Unileitung nicht für Gespräche offen ist;

ein 19-jähriger steht zehn Stunden am Tag auf dem Alexanderplatz und versucht Passanten anzuhalten und davon zu überzeugen, den „WWF“ zu unterstützen, oft vergeblich, da sie (die Passanten) schon von der „Berliner Morgenpost“, „Amnesty International“ und „Aktion Tier“ angesprochen wurden;

15 Punks sitzen um zwei Kisten Sternburger Bier, zwei von ihnen betteln Passanten mit Pappbechern an;

von einem Tag auf den anderen sind alle Uniwanduhren fünf Minuten vorgestellt, so scheint es;

jeder Mülleimer wird per Hand nach Leergut untersucht;

ein Drittel der Berliner Raucher raucht angeblich „Ling“-Zigarretten, käuflich in Ubahnstationen zu erwerben;

ein aufgeregter Tourist photographiert den Fernsehturm im Nebel;

alles wahr, gesehen, gehört, beobachtet auf den Straßen Berlins.

 

 

Hurricane 2009

von nec

Viiiel zu spät möchte ich an dieser Stelle doch auch endlich noch ein paar Worte zum Hurricane 2009 verlieren. Ich werde mich dabei rein auf die Bands beschränken, eventuelle Nebenbeschäftigungen lass ich einfach mal wegfallen 😉 Weiterlesen

Fahrradfahrer an die Macht

Hier mal ein kleines Viedeo um das Sommerloch zu überbrücken 😉