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April

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Der schöne April eingeleitet (oder inzwischen eher begleitet) durch: Hyänen, Wildhunde und einen munteren afrikanischen Schakal.

Wildhunde sind als ursprünglich einheimische (und nicht eingeführte!) Tiere Afrikas kaum bekannt, jedoch die effektivsten und ausdauerndsten Jäger und inzwischen selten geworden – der Erfolg eines jeden Rangers ist es, ein Rudel aufzuspüren. Ist man einmal unter ihnen fühlt man sich in einem kleinen übermütigen Kindergarten – voller Lebenslust mit ihren Welpen tollend, immer auf dem Sprung, nie in Ruhe oder Trägheit verharrend, sondern ständig den nächsten Moment erwartend. Dementsprechend asketisch dratig ist ihr Körper, das Fell passt sich der Umgebung so perfekt an, dass sie in den Büschen der Savanne verschwinden.

Hyänen als unberechtigt verhasste Tiere, erstaunen in ihrer völligen Normalheit und mit ihren hübschen großen Bärenohren – ausgenommen natürlich die Tatsache, dass sie ganz gut in der Lage sind sich von Knochen zu ernähren und daraus resultierende Abbauprodukte als weißen (Calcium!) Kot wieder ausschzueiden.

Schakale hört man häufiger, als dass man sie wirklich sieht – einzige Gelegenheit bot sich uns bei einer kräftigen Löwenmahlzeit; der kluge kleine (nein eher winzig wirkende) Aasfresser Schakal stibitzte sich ein Stück der Beute und vertilgte es nervös um sich blickend ob der im Vergleich zu ihm Riesen von Löwen.

Gleich ist ihnen allen, dass sie im Gegensatz zu den katzenähnlichen Räubern Löwen, Geparden und Leoparden den hundeähnlichen Raubtieren angehörig sind.

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März

Fast in Vergessenheit geraten angesichts pflegerischer Bemühungen – die monatliche kleine Afrikareise.

Der März steht den Elefanten zur Verfügung – wer liebt sie nicht? Wie große Büsche oder Bäume erkennt man sie bereits aus Kilometern Entfernung. Völlig unbeschattet kann man sich direkt in eine Herde stellen, zwar immer mit dem Gefühl beobachtet zu werden, doch ohne reale Bedrohung (abgesehen von pubertierenden männlichen Bullen).

Zieht man durch die afrikanischen Lande fällt die Masse an abgeknabberten stammgroßen Zweigen auf, die sich mitten in der Prärie sammeln bzw. junge Baumbestände, die aussehen als wären sie von einem Panzer plattgefahren worden. Grund hierfür ist die Ernährungsweise der Elefanten: sie futtern nicht gleich den ganzen Baum auf (denn Blätter sind bläks), sondern brechen sich mundgerecht Äste ab, die sie so lange lutschen, bis die gesamte Rinde ab ist – nur die scheint ihnen wirklich zu munden.

Ansonsten – Elefanten lieben es, sich im Dreck zu baden, mit Sand zu pudern oder einem Hippo, der große Tiraden macht, tief in die Augen zu blicken, ihre Kleinen zwischen ihren Stammbeinen hin- und herhoppsen zu lassen, mit ihren Rüsseln (die wohl über mehrere hunderte verschiedene Muskeln verfügen) hin- und herzuschlenkern oder kubikmeter dicke Kotberge zu hinterlassen.

Keine Angst

So der Titel des FilmMittwoch im Ersten am 10.03.2020. Die Story beklemend und erdrückend. Ständig das Gefühl, gleich müsse doch die Erlösung kommen – es folgt ein Rückschlag nach dem aderen. Nein es folgt eine Katastrophe nach der anderen. Sicherlich schwer vorstellbar, dass dies alles einem einzigen Mädchen wiederfahren kann und doch bleiben Zweifel. Eindrucksvoll schildert der Film eine Welt, ganz außerhalb des Vorstadtidyls. Dabei spielt sich alles selber in einer „Vorstadt“ ab. Die Vorstadt der Zukunft? Sollte dies so sein, brauchen wir uns keine Sorgen um fossile Energien, Co2 oder Atomwaffen machen. Was da an Problemen wächst hat keine Halbwertzeit, es wächst immer neu nach.

Bleibt zu hoffen, das der Film nur ein Film ist und die Realität anders ausschaut. Ansonsten sollte das nächste Konjukturpaket keine neuen Autobahnen bauen oder alte sanieren. Und wenn es doch um Autobahnen gehen soll, dann bitte schön die „soziale Autobahn“. Auf das die „Vorstadt“ wieder angeschlossen wird und kein Abstelgleis wird!

Keine Angst? Gelogen, ich habe Angst!

Grundeinkommen – Paradies oder soziale Hölle?

Passend zu meinen Gedichten, die anscheinend wenig Resonanz ausgelöst haben, möchte ich heute mit euch das umkämpfte Thema Sozialstaat diskutieren. Auf Spiegel-Online hat der Hamburger VWL-Professor Thomas Straubhaar einen Neustart des Sozialstaates vorgeschlagen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,679461,00.html

Er geht von folgenden Prämissen aus:

1. Das deutsche Steuersystem ist zu kompliziert.

2. Es würde eine Sozialpolitik der Einzelschicksale gemacht werden.

3. Es gäbe für Langzeitarbeitslose zu wenige Anreize für eine Rückkehr ins Arbeitsleben.

4. Missbrauch des Sozialstaates und soziale Armut sind kein Kennzeichen für unsere gesamte Gesellschaft.

5. „Das Armutsrisiko [sei] hierzulande geringer als im EU-Durchschnitt“.

Seine vorgeschlagene Sozialreform stellt sich als ein kompletter Systemwechsel dar. Anstatt individuell berechneter Steuern und Sozialleistungen sollen alle Menschen in Deutschland ein steuerfreies Grundeinkommen bekommen. Je geringer dieses von Staat gezahlte Grundeinkommen sei, desto niedriger wäre der Steuersatz, der das darüber hinausgehende Einkommen belasten würde, und desto höher wäre der Anreiz für Arbeitslose wieder in den Beruf einzusteigen. Das klingt ersteinmal logisch.

„Die meisten der heutigen Sozialtransfers könnten durch das Grundeinkommen ersetzt werden. Statt all der vielen einzelnen Sozialleistungen wie Grundrente, Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Bafög, Wohn- und Kindergeld sollte es nur noch das Grundeinkommen geben.“

Der Staat würde so auch Einsparungen durch den Wegfall von übermäßiger Bürokratie machen. Leider geht Straubhaar nicht näher auf die realen Folgen dieser Reform ein. Aus der „Realität“ würde durch diese Umstrukturierung kein „Paradies“ entstehen, immer noch würde es Menschen geben, die den Staat ausnutzen würden.

Wie steht ihr zu dieser Idee? Sträubt es euch das Haar, wo seht ihr Schwächen, oder stimmt ihr mit dem Autor überein, dass der Staat die Sozialpolitik radikal reformieren sollte? Wenn ja, auf welche Weise?

Straßengeflüster

Der Asphalt ist hart

doch im Sommer ist er warm

im Winter wird er kalt

nur eine Flasche hältst du im Arm

fliehst dann in die U-Bahn

wo dich die Menschen treten

manche bleiben bei dir stehn

doch um Hilfe hast du nicht gebeten

du bist noch gar nicht alt

doch lange lebst du nicht

alle sehn an dir vorbei

sie erschreckt dein hässliches Gesicht

was ist nur passiert

dass du diesen Weg gegangen?

fühlst du dich einfach frei

oder bist du in dir selbst gefangen?

du willst ein Mensch sein

doch die anderen halten dich

für schmutzig und gemein

dieses Ungeziefer

ist normal in dieser Stadt

sagen viele Leute

das macht mich ganz schön platt

willst du dir helfen lassen

so lass dir sofort helfen

es gibt auch Menschen

die interessieren sich für dich

doch diese sind so selten

alle andren schämen sich für dich

Die Zukunft Berlins

Wir stapfen durch die Straßen

Wenn es in Strömen regnet

Samstagabend Sonntagmorgens

Sind wir uns begegnet

Wir liegen im Dreck

und graben im Müll

vielleicht gibt’s da ein paar Flaschen

damit fülln wir unsre Taschen

Haste ne Zigarette?

Brauchste noch n Ticket?

Vorbei laufen die Herren

die spieln am Samstag Cricket

Und wenn die Gosse brennt

riecht mans bis zum vierten Stock

doch löscht es keiner

man hat nur einfach keinen Bock

Unser Zuhause wechselt Tag für Tag

es liegt unter unsren Füßen

unsere Omas trinken nur noch Kaffee Hag

wir lassen sie noch nicht einmal mehr grüßen

Die Zukunft Berlins

Liegt in unserer Hand

Wir sprühen unsere Seele

In der U-Bahn an die Wand

Februar

So Kalenderblatt #2 – Protagonisten sind Antilopen in jeder Form, Größe, Farbe … genauere Informationen zu den einzelnen Arten als Bildbeschreibung

Rémi Gaillard

Die meisten von euch dürften schon einmal von ihm gehört haben: Rémi Gaillard, dem Chaosfranzosen schlechthin. Bekannt geworden durch Videos, in denen er beispielsweise als Super Mario in einem Kart durch Paris fährt und Autos mit Bananenschalen bewirft, oder verkleidet als PacMan durch Supermärkte randaliert, im Tierparkt als Tarzan verkleidet durch die Gehege spaziert und so weiter. Oft genug gerät er dabei auch mit dem Gesetz aneinander, wurde meinem unrecherchiertem Halbwissen nach auch schon mehrfach verhaftet. Bestes Beispiel dafür auch im Mario Kart Video, in dem er von der Polizei angehalten wird – und dann schlicht abhaut. Heute bin ich aber auf ein Video gestoßen, das wohl schlicht und ergreifend sein Meisterwerk sein dürfte; beim französischen Pokalsieg zieht er sich einfach ein Trikot der Mannschaft über – und taucht in dieser unter. Er feiert mit ihnen, empfängt Gratulationen, verteilt Autogramme – und keiner merkts.

Was haltet ihr davon?

FatJoes Unvollendete

Liebe Leser,

wie so oft im Leben fängt man Sachen an, die man dann aus irgendwelchen Gründen nicht beendet, das ist bei Schubert genauso wie bei mir, und weil dieser mit der seinen soviel Erfolg hatte, dachte ich mir, veröffentliche ich meine auch mal, vielleicht wird ja was draus 😉

Also hier eine Zusammenstellung von Artikeln, welche ich anfing zu schreiben aber nie fertig wurde:

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Was kostet die Welt?

Ein geflügelter Spruch, wie ihn sicherlich jeder schon mal gesehen oder gehört hat. Aber was kostet die Welt den nun wirklich? Ein Beispiel, um auch gleich was klar zu stellen. Haiti ist zur Zeit für den läpischen Preis von höchsten einer Milliarde Dollar zu haben. Sarkastisch? Ja! Unmenschlich? Doppelt Ja! An alle tränendrüsendrückenden Menschenweltverbessere: Dieser geistlose und kopflose Beitrag hat und soll nichts mit Menschlichkeit zu tun haben. Er erhebt auch nicht den Anspruch das Menschentum in seiner Würde und Individualität zu berücksichtigen. Ergo aufhören zu lesen oder klappe!

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