von Philalex89

Mittwoch, den 8. Juli

Am nächsten Morgen verlängerten wir unseren Aufenthalt im Hostel um eine Nacht. So haben wir es übrigens auf der ganzen Reise mit den Übernachtungen gehalten: Erst einmal schauen, ob die Herberge uns gefällt und dann jeden Morgen aufs Neue verlängern. Unser erster ganzer Tag in Verona brach an! Wir fuhren zum Gardasee.

Da wir leider ohne Auto unterwegs waren, nahmen wir den Bus Richtung Garda, auf eine erfrischende Abkühlung nach drei Tagen staubiger Reise hoffend. Unsere Busroute liest sich wie die Weinkarte vom Italiener an der Ecke: An der Valpolicella-Region vorbei, durch Bardolino und am Gardsee entlang. Für 35 Kilometer brauchten wir eineinhalb Stunden, bezahlten dafür aber jeder nur 3,30€ und konnten die gemütlichen Dörfer Venetiens, die sich an wellige Hügel mit Zypressen und Orangenhainen schmiegten, durch die Busfenster bewundern. Zwischen den Endmassiven der Dolomiten und dem industrialisierten Flachland steht dieses Gebiet Italiens sinnbildlich für den Übergang von der Einsamkeit Südtirols zu der Geschäftigkeit der Po-Ebene.

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