Tag Archive: Gedicht


Aus den Augen der Lyrik

„Wär ich ein richtiges Gedicht“,
sagten sich mal diese Zeilen,
„reimte ich mich nicht,
drum muss ich so verweilen:

kontrovers nur marginal,
kulturell? Ich? Minimal!
Kein Platz für mich im Regal,
nichts fatales, radikales,
ich bin doch letzlich nur Banales!

Ein Lächeln zauber ich wohl doch,
auf der Leser Minen,
anstatt nur eben diese
wie es ein rechter Dichter tut,
mit Unverständnis zu vermiesen.“

Ein Poet ja der ist heute gut,
wenn er der Worte Seele stiehlt,
und ohne Reim und Gefühl es tut,
sondern nur dem Unsinn sich empfielt.

„Drum lieber ein Nichts,
als schwere Kost“,
sagte sich das Gedicht,
und fand so Trost.
Marcus  11 ’08

Es fuhren Zwei mit dem Ford fort,
Knut und Cord.
„Wohin fort?“
fragte Knut Cord
„zum Fjord, Richtung Nord, sofort“
„D’accord hinfort“

So fuhren sie von Ort zu Ort,
bald kamen sie an einen Hort
und klopften dort.
Ein Mann in Short‘    s
trat an die Pfort
hervor und Knut und Cord ganz Ohr
schauten erstaunt empor.
Un flüsterten im fort e
„Oh Cord ein Ork, bin voller Sorg“
„Lasst uns fort Knut, mit dem is mir nicht gut“

Der Ork hieß Bork
und stach sofort den armen Cord
mit seiner Fork e
„Du Schorke!“ schrie Knut
und sein Mut schwand sofort,
im Angesciht des toten Cord.

„Hinfort von diesem Ort!“
schrie Bork und Knut,
Hals über Hut
stieg in den Ford und fuhr nach Haus
und bleib für immer dort.

Nun ist er sehr verbohrt,
lebt er noch heute fort,
vermisst er seinen Cord
und ist voll Grahm und Sorg.

Drum hasst er alle Orks
und Herr der Ringe
und kümmert sich um andre Dinge.

Und die Moral von dem Gedicht:
die Reise zu den Skandinaven,
kann dir als schwachen Wicht,
den Spaß an Fantasy entsagen.

Marcus   11 ’08