Als ich mich im Urlaub in Südfrankreich mit einem Geoinformatiker über den Sinn und die Wissenschaftlichkeit der Geisteswissenschaften stritt, ist mir klar geworden, welche schwierige Position die Literaturwissenschaft im akademischen Feld verteidigen muss. Für den technikbegeisterten Geographen hätten Untersuchungen nur einen Anspruch auf das Prädikat „Wissenschaftlichkeit“, wenn sie durch quantitative Statistiken belegt werden könnten und, unter den gleichen Umständen wiederholt, das gleiche Ergebnis lieferten. Alles andere sei Sache des Gefühls, quasi Privatsache und keine Wissenschaft. In mir regte sich heftiger Widerstand, doch das Gegenteil konnte ich ihm nicht beweisen.

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