Tag Archive: Lago Trasimeno


Unsere italienische Reise Teil 14

von Philalex89

Sonnabend, den 18. Juli

Der Samstag war angebrochen, doch Marcus und ich sollten erst in neun Stunden erholsamen Schlaf finden. Italienische Jugendliche und junge Erwachsene saßen noch Stunden nach Abklingen der letzten Konzerte auf der Piazza IV. Novembre und der Treppe des Palazzo dei Priori, des alten Versammlungsgebäudes des mittelalterlichen Perugia und heute wichtigstes Bauwerk der Stadt. Entgegen unserer Erwartung tranken die Italiener Bier in Massen, wo war die hochgerühmte Esskultur der Antipastiplatten und schweren Rotweine geblieben? Betrunkene pinkelten in mit Motorrollern zugeparkten Hausnischen, die Stimmung drohte ins vulgäre zu kippen und da es bereits drei Uhr geschlagen hatte, stiefelten wir die Serpentinen der Viale Indipendenza hinunter. Da wir mit dem Bus gekommen waren, gingen wir auf gut Dünken Richtung Bahnhof, schlichen uns durch dunkle Parks und hofften, dass die Zeit schnell vergehen möge. Der Bahnhof solle erst um fünf geöffnet werden. Na gut, dachten wir uns, setzen wir uns einfach noch eineinhalb Stunden an den vorgelagerten Omnibusbahnhof. Marcus schlief ein, während immer wieder pöbelnde Feiernde hupend vorbeifuhren.

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Unsere Italienische Reise Teil 11

von Philalex89

Mittwoch, den 15. Juli

Mit einer gehörigen Portion Fernweh im Herzen, machten wir uns am Vormittag zum Bahnhof Firenze Santa Maria Novella auf, um Florenz zu verabschieden. Wir würden die Herberge der letzten Tage vermissen. In einem riesigen, aber doch verwinkelt-urigen Altbau konnte man zwischen etwa zehn verschieden großen Schlafsälen auswählen. Enge, gewundene Treppen, weiß-getünchte gotische Deckengewölbe und durch vier oder fünf Stufen erhöhte Zwischengeschosse ließen den Eindruck einer mittelalterlichen Festungsanlage aufkommen. Von Außen vollkommen unauffällig, müssen im Gegensatz dazu im Inneren mehrere Gebäude und Stockwerke kühn verbunden worden sein, sodass man in den Gängen sofort die Orientierung verlor. Ein dunkler, rustikaler Empfangstresen dominierte zusammen mit einer steilen Holztreppe den Eingangsbereich, von dem ein schmaler Gang zur Küche samt Gepäckablage führte. Hinter der Küche befand sich ein großer Speisesaal, der sofort Assoziationen eines alten Kerkers aufkommen ließ. Die hohen, uralten Gewölbe wurden gemütlich mit indirektem Licht angestrahlt, während die Computer-Ecke in der Küche götzengleich den Haupttreffpunkt bildete .

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